NIHRFF für Gehörlose und Schwerhörige

Gehörlose und schwerhörige Menschen sind beim Filmfestival der Menschenrechte herzlich willkommen.

Hier finden Sie bald Gebärdensprachvideos mit Informationen zum Besuch und zum Filmprogramm 2021.

Allgemeine Informationen

Festivalbesuch und Corona-Regeln

  • In allen Kinos gilt 3G (getestet, genesen oder geimpft). Bitte bringen Sie einen Nachweis mit und zeigen ihn vor.
  • Filmhaus (kinoeins, kommkino), Tafelhalle und Cinecittà muss man immer eine Maske (OP oder FFP2) tragen.
  • Kontaktdaten werden vor Ort erfasst.
  • In der Katharinenruine kann man die Maske am Platz abnehmen. Es ist draußen (Open Air).
  • Die Sitzplatznummern stehen auf der Kinokarte. Dort muss man sich hinsetzen, es gibt keine freie Platzwahl.

Eröffnung am 29.09. um 19 Uhr in der Tafelhalle

Die Eröffnung des Filmfestivals der Menschenrechte findet am 29. September um 19.00 Uhr in der Tafelhalle Nürnberg statt und wird in DGS gedolmetscht.

Im Anschluss an die Eröffnung läuft der Eröffnungsfilm KIESELSTEINE (PEBBLES) mit deutschen barrierefreien Untertiteln angepasst für gehörlose und schwerhörige Menschen.

Freikarten für die Eröffnung kann man an der Kulturinformation, Königstr. 93, Nürnberg, holen oder online kaufen.

Eine Induktionsschleife für Schwerhörige (nicht sitzplatzgebunden) ist vorhanden.

Filmprogoramm

Eine Auswahl an Filmen mit Untertiteln haben wir in einem Flyer mit leichter Sprache zusammengestellt:

Kieselsteine – Eröffnungsfilm (Pebbles, Indien 2021, 74 min)

Banditen-Worte (Words of Bandits, Frankreich 2019, 90 min)

Dies ist mein Verlangen (Eyimofe – This is my Desire, Nigeria 2019, 116 min)

Souad (Ägypten, Tunesien, Deutschland 2021, 96 min)

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ältere Beiträge

Filmtipp: Der Zweite Anschlag ab 23. März im kino3

DER ZWEITE ANSCHLAG (Deutschland 2018, 62 Min., Regie: Mala Reinhardt)

Online-Screening mit Filmgespräch am Dienstag, den 23. März 2021 um 19 Uhr

Ab dem 23. März ist der immer noch hochaktuelle Dokumentarfilm im digitalen Kinosaal des Filmhaus Nürnberg zu sehen. Der Film lief bereits 2019 bei NIHRFF. Wir freuen uns daher besonders, dass es hierzu auch ein Online-Filmgespräch mit der Regisseurin Mala Reinhardt und unserer Festivalleiterin Andrea Kuhn geben wird.

Deutschlandpremiere NASRIN am 4. Dezember 2020

Anlässlich der Verleihung des Right Livelihood Award an Nasrin Sotoudeh präsentieren wir zusammen mit dem Human Rights Film Festival Berlin die Deutschlandpremiere des hochgelobten Dokumentarfilms NASRIN von Jeff Kaufmann über die iranische Menschenrechtsanwältin und Frauenrechtlerin.

Rückblick: NIHRFF Weekender 2020

Vom 1.10. bis zum 4.10. fand der NIHRFF Weekender 2020 im Filmhaus Nürnberg statt. Hier finden Sie Fotos und Videoaufzeichnungen der Filmgespräche.

Archiv

Weekender 2020

ADAM

MA/F 2019, 98 Min., DCP, FSK: k.A., arab. OmU, Regie: Maryam Touzani, mit: Lubna Azabal, Douae Belkhaouda, Nisrin Erradi u. a.

Es ist nicht die erste Tür, an die Samia klopft. Und auch Abla will die schwangere junge Frau wegschicken, die aus heiterem Himmel auftaucht und um Hilfe bittet. Doch Ablas achtjährige Tochter Warda hat andere Vorstellungen, und so nimmt sie schließlich nach langem Hadern die verlorene Seele für ein paar Nächte bei sich auf.
Dieses bescheidene, einfühlsame Regiedebüt zeigt, wie sehr das Leben dieser beiden Frauen von der patriarchalischen Gesellschaft Marokkos geprägt ist. Samia, unverheiratet und schwanger, läuft vor irgendetwas auf den Straßen von Casablanca davon. Für Abla, verwitwet und alleinerziehend, sind ihr kleines Haus und die Bäckerei, die sie betreibt, eine Festung, die sie vor der Außenwelt schützt.
Die Frauen, subtil gespielt von Loubna Azabal und Nisrin Erradi, nähern sich allmählich einander an und wir erfahren schrittweise, wie sie zu dem wurden, was sie sind – ein wenig wie die Zutaten für Ablas Brot, die ihre Geheimnisse nur dann preisgeben, wenn sie mit Geschick und Liebe zusammen geknetet werden.

Donnerstag, 1.10.20, 16.30 Uhr, kommkino
Freitag, 2.10.20, 19.00 Uhr, kommkino

BECOMING BLACK

D 2019, 91 Min., DCP, FSK: k. A., Regie: Ines Johnson-Spain

Ihre Eltern und ihr Bruder sind weiß, aber Ihre Hautfarbe ist dunkel. Man sagt ihnen, das sei reiner Zufall. So erging es einem Mädchen in Ost-Berlin in den 1960er Jahren. In einem ostdeutschen Dorf verliebt sich Sigrid in den togolesischen Student Lucien und wird schwanger, doch sie ist bereits mit Armin verheiratet.
Das Kind ist die Filmemacherin Ines Johnson-Spain. Zuhause wird ihr gespiegelt, dass alles in Ordnung sei und es nichts zu diskutieren gäbe, doch draußen ist sie oft mit rassistischen Anfeindungen konfrontiert. In dieser intimen und zugleich kritischen Spurensuche verbindet sie diese verwirrenden und schmerzhaften Kindheitserinnerungen mit nüchternen Berichten, die von einer Kultur der Ablehnung, des Schweigens und der Verleugnung erzählen. Und sie geht nach Togo, um ihre dortige Familie zu besuchen.
BECOMING BLACK ist eine sehr persönliche Reflexion über Themen wie Identität, soziale Normen und Familienbande und rückt eine dezidiert afrodeutsche Perspektive in den Mittelpunkt.

DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT

Sheytan vojud nadarad D/CZ/IR 2020, 150 Min., DCP, farsi. OmU, FSK: ab 12, Regie: Mohammad Rasoulof, mit: Ehsan Mirhosseini, Kaveh Ahangar, Mohammad Valizadegan

Heshmat, ein vorbildlicher Ehemann und Vater, bricht jeden Morgen sehr früh zur Arbeit auf. Wohin fährt er? Pouya kann sich nicht vorstellen, einen anderen Menschen zu töten, trotzdem bekommt er den Befehl. Kann es einen Ausweg für ihn geben? Javad besucht seine Freundin Nana zum Geburtstag um ihr einen Heiratsantrag zu machen. Doch dieser Tag hält für Nana noch eine andere Überraschung bereit. Bahram ist Arzt, darf aber nicht praktizieren. Als ihn seine Nichte Darya aus Deutschland besucht, beschließt er, ihr den Grund für sein Außenseiterdasein zu offenbaren.
Mohammad Rasoulof, NIHRFF-Ehrengast 2015, erzählt in DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT vier Geschichten über Menschen, deren Leben in der einen oder anderen Weise mit der Todesstrafe in Verbindung steht. Sie fragen danach, bis zu welchem Grad moralische Integrität unter einem despotischen Regime möglich ist – und zu welchem Preis es gelingen kann, in solchen Situationen die individuelle Freiheit zu bewahren. Gewinner des Goldenen Bär als bester Film der Berlinale 2020.

Samstag, 3.10.20, 18.00 Uhr, kommkino
Sonntag, 4.10.20, 20.30 Uhr, kommkino

ZUSTAND UND GELÄNDE

D 2019, 118 Min., DCP, DF, FSK: k.A., Regie: Ute Adamczewski

Ute Adamczewskis Dokumentarfilm erzählt die Geschichte einer Eskalation.

Ausgangspunkt des Films sind sogenannte wilde Konzentrationslager, die unmittelbar nach der nationalsozialistischen Machtergreifung ab März 1933 zur Ausschaltung politischer Gegner*innen eingerichtet wurden und heute weitgehend in Vergessenheit geraten sind. ZUSTAND UND GELÄNDE handelt von den Überschreibungen der Orte durch die Zeit und davon, wie sich unterschiedliche politische Erinnerungskulturen in sie eingeschrieben haben. Der Film verknüpft drei aufeinanderfolgende Zeiträume der deutschen Geschichte zu einem losen Narrativ, in dem Gewalt zur Durchsetzung von Macht eine wesentliche Rolle spielt.
So erzählt ZUSTAND UND GELÄNDE nicht nur von Orten, die im Nationalsozialismus gleich zu Beginn Teil einer netzartigen faschistischen Infrastruktur wurden, sondern die später – nach dem Zweiten Weltkrieg, nach dem Ende der DDR, in der gesamtdeutschen Gegenwart des NSU – umkämpfte Räume einer Deutungshoheit von Geschichte und Legitimation politischer Linien wurden.

So, 4.10.20, 17.30 Uhr, , kommkino, zu Gast: Regisseurin Ute Adamczewski und Kameramann Stefan Neuberger

Filmgespräch mit Ines Johnson-Spain

Am Donnerstag, den 1.10.2020, war Ines-Johnson Spain zum Auftakt unseres Weekenders bei uns zu Gast um über ihren Film BECOMING BLACK zu sprechen.

Filmgespräch mit Ute Adamczewksi und Stefan Neuberger

Am Sonntag, den 4.10.2020, waren Regisseurin Ute Adamczewski und Kameramann Stefan Neuberger zu Gast und sprachen mit uns über ihren Film ZUSTAND UND GELÄNDE.

NIHRFF 2015

Programm

Alle Filme A-Z

Hier finden Sie Videobeschreibungen in Gebärdensprache für Gehörlose zu einigen Filmen aus dem Programm.

Preisträger*innen

Der Internationale Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte geht an Maidan von Sergei Loznitsa.

Der Publikumspreis des 9. Internationalen Filmfestivals der Menschenrechte geht an The Look of Silence von Joshua Oppenheimer.

Der Preis der Open Eyes-Jugendjury geht an Something Better to Come von Hanna Polak.

Unsere Open Eyes-Jugendjury besteht aus Jasmin Boltendorf, Elise Eckardt, Jonathan Gottschall, Eva Maria Kuhn, Charlotte Uhlign und wird von weiteren Schüler*innen des P-Seminars „Menschenrechtsfilm“ des Labenwolf-Gymnasiums unterstützt.

Internationale Jury

Özge CalafatoÖzge Calafato
Journalistin, Redakteurin und Übersetzerin.
Programmer des Abu Dhabi Film Festival.

Claus LöserDr. Claus Löser
Filmjournalist, Buchautor und Programmleiter im BrotfabrikKino Berlin. Dokumentarfilmer und Publizist zahlreicher film- und zeitgeschichtler Aufsätze.

Oksana SarkisovaDr. Oksana Sarkisova
Leiterin des Verzio International Human Rights Film Documentary Film Festival und  wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Central European University in Budapest.

Eva WeberEva Weber
Vielfach preisgekrönte Dokumentar- und Spielfilmregisseurin. Ihr Film Black Out lief 2013 im NIHRFF-Forum.

Nuremberg International Human Rights Film Festival 2013Vanina Vignal
Regisseurin. Der zweite Film ihrer Rumänien-Trilogie, After the Silence, feierte 2013 seine Deutschlandpremiere bei NIHRFF 8.

NIHRFF 2017

Programm

Alle Filme A-Z

Rahmenprogramm

Programm nach Sektionen:

Hier finden Sie Videobeschreibungen in Gebärdensprache für Gehörlose zu einigen Filmen aus dem Programm.

Preisträger*innen

Der Internationale Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte (2.500 Euro) geht an Ta’ang von Wang Bing.
Dankesvideo Wang Bing

Dieser Film gibt Kriegsopfern eine Stimme und viel Platz – so sehr und so stark, dass er uns erlaubt, teilzuhaben an ihrem Leben in Zeiten von Ungewissheit und Angst, just in dem Augenblick, wenn ihre Leben plötzlich und gewaltsam verändert werden. Er schafft ein grandioses und gleichzeitig genauso intimes wie nuanciertes Bild dieses fragilen Zustands, wenn Menschen ihr Zuhause verlassen, ohne Hab und Gut oder auch nur eine Vorstellung davon, ob sie jemals werden dorthin zurückkehren können. Der Film erzählt die Geschichte einer ethnischen Gruppe als Metapher für Kriegsgeflüchtete aller Zeiten und Orte. Er desorientiert uns, um uns sehen und spüren zu lassen, wie es eine geradlinige Erzählung nie könnte. Der Internationale Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte, dotiert mit dem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro, geht an Ta’ang von Wang Bing.

Frédéric Jaeger, Yulia Serdyukova, Ulla Simonen

Lobende Erwähnung der Internationalen Jury:
Kommunion von Anna Zamecka

Wir haben uns entschieden, einen Film, der uns berührt und beeindruckt hat, mit einer Lobenden Erwähnung hervorzuheben. Ermöglicht wurde er durch die Zusammenkunft von Erfahrung und jungem Talent. Den Film zeichnet ein großes Bewusstsein fürs Erzählerische und eine Vision aus, mit einer atemberaubenden Bildgestaltung – viele Gründe, um uns gespannt zu machen auf viele neue Filme von Anna Zamecka, der Regisseurin von Kommunion und ihrer Kamerafrau Malgorzata Szylak.

Frédéric Jaeger, Yulia Serdyukova, Ulla Simonen

Der Publikumspreis (1.000 Euro) geht an The War Show von Obaidah Zytoon und Andreas Dalsgaard.

Dear all,
it is an important chance for the Syrians & their stories to meet you out of the mass media codes, as human beings. Syrians are writing their epical story with beauty & love in spite of all wars and crimes which are surrounding us.
It is an important chance for The War Show to reach more audience & make a contribution to spreading awareness and consciousness, so we can recheck reality and start building a new path for a better understanding and a better collaboration to solve future problems. It is a huge mission for all of us, knowledge is a key word for that in art & cinema we believe. Thanks for all the efforts that have been made and thanks for the audience prize of Nuremberg International Human Rights Film Festival.
We are honored to be part of it.
Warm regards,
Obaidah Zytoon

Der Preis der Open Eyes-Jugendjury (1.000 Euro) geht an Dil Leyla von Aslı Özarslan.
Dankesvideo Aslı Özarslan

Lobende Erwähung der Open Eyes-Jugendjury:
For Ahkeem von Landon Van Soest und Jeremy S. Levine

Im Rahmen des P-Seminars „Menschenrechtsfilme und Dokumentationen“ unserer Schule haben wir die Chance bekommen, uns für dieses Festival eine Woche lang 9 der Teilnehmerfilme anzusehen.
Wir waren fasziniert, wie breit gefächert das Thema „Menschenrechte“ hier aufgenommen wurde, keine zwei Filme waren wirklich ähnlich und jeder Einzelne wäre eine Bereicherung, wenn er als Bildungsmaterial verwendet würde. Was es uns natürlich schwerer machte, denn nach der Woche mussten wir uns zusammen setzen und einen Gewinner bestimmen.

Wie erwartet, war das keine leichte Entscheidung und bevor wir den Gewinner bekannt geben, möchten wir hier zuerst noch einen anderen Film besonders hervorheben.
For Ahkeem von Landon Van Soest und Jeremy S. Levine, die Geschichte eines dunkelhäutigen jungen Mädchen, das versucht, sich gegen die Widerstände eines rassistisch motivierten Amerikas durchzuschlagen hat uns durch seine Thematik und die Art, diese Thematik umzusetzen tief beeindruckt und wir möchten diesen Film hier ausdrücklich empfehlen.

Nun zum Gewinnerfilm.
Nach einer langen Diskussion sind wir uns schließlich einig geworden, einem Film den ersten Preis zu geben, der uns nicht nur aber vor allem mit der Aktualität seiner Handlung gefesselt hat.
Die Regisseurin hat eine junge Politikerin aus Cizre, Südostanatolien, einige Zeit begleitet, während diese in ihrer Heimat für Frieden und Gerechtigkeit kämpfte.
Die junge Frau im Zentrum der Geschichte berührt den Zuschauer mit ihrer offenen Leidenschaft, ihrem Mut und ihrem Kämpferwillen.
Der Film verwendet keinerlei dramatisierende Mittel, aber das braucht er auch nicht. Mit einfachen, klaren Bildern stellt er die Situation unverfälscht dar und lässt erkennen, wie schockierend sie ist.
Obwohl es eine bekannte Tatsache ist, dass die Lage in der Türkei seit langem außer Kontrolle geraten ist, gibt es wenige Quellen, die uns so nah und real klar machen, wie es dort tatsächlich aussieht und wir sind der Meinung, dass der Film eine wichtige Bildungsgrundlage für Schüler darstellt. Deshalb geht der erste Preis der Jugendjury an Dil Leyla von Aslı Özarslan.

Internationale Jury

Frédéric Jaeger
Chefredakteur bei critic.de, geschäftsführender Vorstand des Verbands der deutschen FIlmkritik


Yulia Serdyukova
Produzentin


Ulla Simonen
Produzentin

Fotos

Weekender 2018

Mr. Gay Syria

F/TK/D 2017, 80 Min., arabische Originalfassung mit deutschen Untertiteln, Regie: Ayşe Toprak

Es ist nicht die erste Tür, an die Samia klopft. Und auch Abla will die schwangere junge Frau wegschicken, die aus heiterem Himmel auftaucht und um Hilfe bittet. Doch Ablas achtjährige Tochter Warda hat andere Vorstellungen, und so nimmt sie schließlich nach langem Hadern die verlorene Seele für ein paar Nächte bei sich auf.
Dieses bescheidene, einfühlsame Regiedebüt zeigt, wie sehr das Leben dieser beiden Frauen von der patriarchalischen Gesellschaft Marokkos geprägt ist. Samia, unverheiratet und schwanger, läuft vor irgendetwas auf den Straßen von Casablanca davon. Für Abla, verwitwet und alleinerziehend, sind ihr kleines Haus und die Bäckerei, die sie betreibt, eine Festung, die sie vor der Außenwelt schützt.
Die Frauen, subtil gespielt von Loubna Azabal und Nisrin Erradi, nähern sich allmählich einander an und wir erfahren schrittweise, wie sie zu dem wurden, was sie sind – ein wenig wie die Zutaten für Ablas Brot, die ihre Geheimnisse nur dann preisgeben, wenn sie mit Geschick und Liebe zusammen geknetet werden.

Die dritte Option

A 2017, 75 Min., deutsche Fassung, Regie: Thomas Fürhapter

Was tun, wenn man erfährt, dass man ein behindertes Kind erwartet? Ausgehend von dieser Frage entwickelt Thomas Fürhapter seinen komplexen filmischen Essay: Die dritte Option setzt Einzelschicksale im Zeitalter von Pränataldiagnostik und Biopolitik in einen radikal gegenwärtigen und gesellschaftspolitischen Zusammenhang. Schicht um Schicht wird der Blick freigeräumt auf grundsätzliche Fragen zu Geburt, Ethik und Norm – so wird das, was nur Wenige betrifft, zu etwas, das alle angeht.

Ein brisanter Film über die biopolitischen Implikationen der Pränataldiagnostik und ein filmischer Essay, der keine Fragen beantwortet – und sich auch nicht anmaßt, ein moralisches Urteil zu fällen. Aber er traut sich, die Fragen, die sich bei diesem brisanten Thema auftun, laut und klar zu stellen. Allen voran: Sind wir eigentlich noch normal?

#keinschlusstrich

Tiefenschärfe

D 2017, 14 Min., deutsche Fassung, Regie: Mareike Bernien & Alex Gerbaulet

Tiefenschärfe liest in den Markierungen der Orte in Nürnberg, an denen der sogenannte Nationalsozialistische Untergrund (NSU) zwischen 2000 und 2005 drei Morde verübte. Das Bodenlose der Taten lässt als formales Element die horizontale Bildachse immer wieder aus dem Lot geraten. So findet ein Ausloten, Irritieren und Verschieben von Realitätsebenen statt, das den Erschütterungen dieser scheinbar unskandalisierbaren Angriffe des NSU auf die Wirklichkeit der (post-)migrantischen Gesellschaft nachspürt.

77sqm_9:26min

D/GB 2017, 29 Min., deutsche Fassung, Regie: Forensic Architecture

2006 wurde Halit Yozgat im familienbetriebenen Internetcafé in Kassel getötet. Halit war das neunte Opfer der rassistisch motivierten Mordserie des sogenannten NSU. Verfassungsschutzmitarbeiter Andreas Temme war zur Tatzeit anwesend, behauptet jedoch, nichts von dem Mord mitbekommen zu haben. Im Auftrag der documenta 14 rekonstruierte das Team von Forensic Architecture die Geschehnisse und überprüfte Temmes Aussage.

Bild des Tages

The Picture of the Day, D, CA 2016, 91 Min., deutsche Fassung, Regie: Jo-Anne Velin

Als der Bürgermeister von Tröglitz zurücktreten musste, weil er sich für Flüchtlinge eingesetzt hatte, und wenig später deren Heim brannte, drängten sich die Kamerateams in der kleinen Gemeinde in Sachsen- Anhalt. Als der Medientross abzog, kam Jo-Anne Velin – und blieb. Elf Monate, zwischen dem Anschlag und den Regionalwahlen (bei denen die Rechtspopulisten haushoch siegten), verbrachte sie mit den Einwohnern des Ortes.

Als Kanadierin brachte Velin das Fremde mit und entdeckt bemerkenswerte Linien, die zu vielfältig genutzten KZ-Baracken in der Gegend und schließlich zu Imre Kertész führen. Doch nicht nur auf der Zeitachse stellt sie Verbindungen her, sondern auch geografisch. Immer wieder montiert sie Bilder von Flüchtlingen bei der Überfahrt nach Europa mit denen der Menschen von Tröglitz. Das könntest du sein, sagen diese Bilder. Und – weiter gedacht – auch du bist Tröglitz. Ein mutiger Schritt. (Grit Lemke)

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NIHRFF 2019

Programm

Alle Filme A-Z

Rahmenprogramm

Programm nach Sektionen:

Hier finden Sie Videobeschreibungen in Gebärdensprache für Gehörlose zu einigen Filmen aus dem Programm.

Preisträger*innen

Der Internationaler Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte geht an The Silences von Beatriz Seigner.

„Die Regisseurin hatte uns fest in ihrer Hand, vom ersten Moment des Films bis zur letzten Einstellung“, so die Begründung der internationalen Jury. „Sie schuf ein hervorragendes Portrait universeller Trauer, in dem sowohl die Stimmen der indigenen Bevölkerung wiederhergestellt werden als auch die einzigartige Landschaft, in der sie leben.“

Der mit 1.000 Euro dotierte Publikumspreis des Festivals geht an den afghanischen Dokumentarfilm A Thousand Gilrs Like Me der Regisseurin Sahra Mani. Sie begleitet die erste Frau in Afghanistan, die sich vor Gericht gegen Inzest zur Wehr gesetzt hat.

Der ebenfalls mit 1.000 Euro dotierte Preis der Open Eyes-Jugendjury geht an den Film Push – Für das Grundrecht auf Wohnen des Regisseurs Fredrik Gertten.

Unsere Open Eyes-Jugendjury waren 2019 Anastasia Braun, Sarah De Souza Rausche, Nele Ettlinger, Lina Kestler und Milla Meyer. Das Preisgeld wurde von STABILO International gestiftet.

Internationale Jury

Pamela Cohn
Filmkuratorin, Festival Programmer, Dokumentarfilm-Beraterin und Autorin


Stefanie Görtz
Filmkuratorin, Journalistin und Pressereferentin
u.a. Internationales Frauenfilmfestival Dortmund | Köln


Kirijana A. Nikoloska
Casting Director, Festivalleiterin MakeDox Film Festival

Festivalgäste

Hier finden Sie eine Übersicht über unsere Festivalgäste 2019.


Bruno Bimbi (Brasilien)
Podium: Brasilien: Demokratie am Abgrund
4.-5.10.


Sebastian Brameshuber (Österreich)
Bewegung eines nahen Bergs
5.-6.10.


Pam Cohn
Internationale Jury
4.-9.10.


Alexandra Colta (Schottland)
Document Human Rights Film Festival Glasgow
3.-6.10.


Jule Cramer (Deutschland)
In Search…
4.-6.10.


Eloy Dominguez Serén (Spanien)
Hamada
6.-9.10.


Maroan el Sani (Deutschland)
Freedom of Movement
3.-6.10.


Nina Fischer (Deutschland)
Freedom of Movement
3.-6.10.


Suhaib Gasmelbari (Sudan)
Talking About Trees
2.-7.10.


Marilina Giménez (Argentinien)
A Girl´s Band
3.-6.10., 8.-10.10.


Stefanie Görtz
Internationale Jury

4.-9.10.


Aphisit Hama (Thailand)
Manta Ray
4.-9.10.


Bettina Henkel (Österreich)
Kinder unter Deck
9.-10.10.

Gustav Hofer (Italien)
Dicktatorship: Macho Made in Italy
3.-5.10.


Ibrahim Shaddad (Sudan)
Talking About Trees
2.-9.10.


Deepa (Sri Lanka)
House of My Fathers
5.-9.10.


Alisa Kovalenko Ukraine)
Home Games
5.-8.10.


Markus Krohn (Deutschland)
Chris the Swiss
4.-6.10.


Barbara Lorey (Frankreich)
Journalistin
3.-8.10.


Sahra Mani (Afghanistan)
A Thousand Girls Like Me
5.-8.10.


Enrico Masi (Italien)
Shelter – Farewell to Eden
5.-7.10.


Natasha Neri (Brasilien)
Police Killing
4.-.9.10.


Kirijana A. Nikoloska (Nordmazedonien)
Jury
4.-8.10.


Luca Ragazzi (Italien)
Dicktatorship: Macho Made in Italy
3.-5.10.


Mala Reinhardt (Deutschland)
Der Zweite Anschlag
6.-8.10.


Ansgar Schäfer (Portugal)
Fordlandia Malaise
2.-4.10.


Beatriz Seigner (Brasilien)
The Silences
5.-6.10.


Marlene Streeruwitz (Österreich)
Autorin
3.-4.10.


Putri Purnaa Sugua (Malaysia)
Filmemacherin
2.-7.10.


Claudia Tosi (Italien)
I Had A Dream
2.-5.10.


Florenzia Vogliano (Argentinien)
A Girl´s Band
3.-6.10.
8.-10.10.


Richard Warden (Schottland)
Document Human Rights Film Festival Glasgow
3.-6.10.

Fotos

NIHRFF für Gehörlose

Gehörlose und schwerhörige Menschen sind beim Filmfestival der Menschenrechte herzlich willkommen.

Hier finden Sie Gebärdensprachvideos mit Informationen zum Besuch und zum Filmprogramm.

Allgemeine Informationen

Das Internationale Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte:

Eintrittskarten und Kinos:

Filmprogramm

Im Herbst 2021 finden Sie hier das Filmprogramm für Gehörlose mit Filmen, die deutsche Untertitel haben. Außerdem gibt es Videos mit Filmbeschreibungen in Gebärdensprache.

NIHRFF Programm 2021

Endlich gibt es alle Infos zum NIHRFF Programm 2021. Wir präsentieren 41 internationale Spiel- und Dokumentarfilme aus aus insgesamt 33 Ländern.

Dieses Jahr findet das Festival im Kino aber auch online über die Streamingplattform kino 3 des Filmhaus Nürnberg statt. Alle Infos zum Kartenvorverkauf und den Spielorten finden Sie uner Service.

Für Presse und Industry: jetzt für NIHRFF 12 akkreditieren

NIHRFF bietet Akkreditierungen für Presse- und Filmindustrie-vertreter:innen an, die aktuell und professionell in ihren Bereichen arbeiten. Die Presseakkreditierung ist kostenlos, die Industry-Akkreditierung kostet einmalig 30 Euro. Die Akkreditierungen berechtigen zum Besuch aller Online-Filmvorstellungen auf unserer Streamingplattform kino3.

NIHRFF LOUNGE – Livestreams bei YouTube

Unsere neugestaltete Festivallounge, wird dieses Jahr zum TV-Studio. Alle Filmgespräche werden hier live stattfinden und parallel gestreamt.

Sie können also direkt vor Ort im Künstlerhaus dabei sein oder die Gespräche online verfolgen und sich per Chat beteiligen. Danach sind alle Gespräche online auf unserem YouTube-Kanal verfügbar, so dass Sie erstmals jederzeit alle Filmgespräche nachsichten können, sollten sie mal etwas verpasst haben.

Am besten einfach unseren Kanal abonnieren!

Mitarbeit – NIHRFF Helfer:innen Treffen

(Foto © Khrystyna Jalowa)

Am Mittwoch den 8.9.2021 um 18 Uhr findet das NIHRFF Volunteer-Treffen digital über Zoom statt.

Wir brauchen wieder jede Menge fleißige Helfer:innen, die uns als Kassen- und Einlassdienste, oder bei Auf-und Abbau sowie Versandtätigkeiten unterstützen können.

Die Zugangsdaten zum Treffen schicken wir bei Interesse zu. Anmeldung unter team[at]filmfestival-der-menschenrechte.de

Wir freuen uns auf DICH!

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Informationen zum Datenschutz

Der Schutz Ihrer persönlichen Daten ist uns ein besonderes Anliegen. Wir verarbeiten Ihre Daten daher ausschließlich auf Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen (DSGVO, TKG 2003). Weiter Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ältere Beiträge

Gehörlose und schwerhörige Menschen sind beim Filmfestival der Menschenrechte herzlich willkommen.
Viele Filme werden mit deutschen Untertiteln gezeigt. Einige davon stellen wir Ihnen in unserer Broschüre vor, die Sie als PDF-Datei herunterladen können. Einige Filme stellen wir Ihnen in Gebärdenvideos vor.

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Gehörlose und schwerhörige Menschen sind beim Filmfestival der Menschenrechte herzlich willkommen.

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NIHRFF 2019 für Gehörlose

Gehörlose und schwerhörige Menschen sind beim Filmfestival der Menschenrechte herzlich willkommen.

Hier finden Sie Gebärdensprachvideos mit Informationen zum Besuch und zum Filmprogramm 2019.

Allgemeine Informationen

Das Internationale Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte:

Eintrittskarten und Kinos:

Eröffnungsfeier

Die Eröffnung des Filmfestivals der Menschenrechte findet am 2. Oktober um 19.00 Uhr in der Tafelhalle Nürnberg statt und wird in DGS gedolmetscht.

Im Anschluss an die Eröffnung läuft der Eröffnungsfilm mit deutschen Untertiteln angepasst für Hörgeschädigte und Gehörlose.

Freikarten für die Eröffnung erhalten Sie an der Kulturinformation, Königstr. 93, Nürnberg.
Eine Induktionsschleife für Schwerhörige (nicht sitzplatzgebunden) ist vorhanden. Bei Bedarf an der Abendkasse erhältlich.

Filmprogramm

Eine Auswahl an Filmen mit Untertiteln haben wir in einem Flyer mit leichter Sprache zusammengestellt:

Über Bäume Reden – Eröffnungsfilm

Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

Die Götter von Molenbeek

Die Hochzeitseinladung

Nachtreisende

Nieder mit den Machos

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Ehrengäste

Bis 2017 ehrte NIHRFF eine*n Vertreter*in der internationalen Filmbranche, die in besonderer Weise für die glaubwürdige Verbindung von großer Filmkunst und politisch-menschenrechtlichem Engagement steht, mit dem NIHRFF-Ehrenpreis.

2017

Vanessa Redgrave, britische Schauspielerin und Regisseurin

2015

Joshua Oppenheimer, amerikanischer Dokumentarfilmregisseur

2013

Mohammad Rasoulof, iranischer Regisseur

2011

„Die Umwelt ist heute wichtiger als je zuvor, weil der Mensch dabei ist unseren Planeten unbewohnbar zu machen. Das Krebsgeschwür unserer Zeit ist die Macht des Geldes. Ich freue mich die Schirmherrschaft diese Festivals zu übernehmen.“

2009

„Ich weiß nicht, wie man in der Welt von Poesie und poetischem Kino reden kann, wenn der Mensch, der Schöpfer der Poesie, in meinem Land kein Brot, keine Freiheit, nicht einmal die Poesie haben darf.
Heute ist die Zukunft des Weltfriedens mit der Zukunft der Demokratie im Iran eng verknüpft und die Zukunft der iranischen Demokratie ist verbunden mit der Kunst, den Medien und dem Kino in der ganzen Welt. Deswegen komme ich zu Eurem Filmfestival der Menschenrechte, damit wir zusammen einen Weg für Frieden und Demokratie finden.“

2007

„Krieg und Staatsterror durch die mächtigsten Nationen der Welt sind ein grundlegendes Zeichen unserer Zeit. Und so werden jene Rechte ignoriert, die wir im internationalen Recht und in der Genfer Konvention für immer vertrieft glaubten. Es fällt schwer, sich vorzustellen, dass uns solche illegalen Kriege aufs Neue zwingen, gegen Folter, Haft ohne Gerichtsverfahren und Massentötungen aufzubegehren. Nie war Ihr Festival zeitgemäßer.“

2005

„Film ist ein starkes Mittel, um für die einfachsten und doch unerreichbar scheinenden Menschenrechte zu kämpfen. Das NIHRFF ist auf lange Sicht eingestellt, auf Weitblick über Grenzen hinweg, aber auch auf das Naheliegende. Dieses Festival will keine Veranstaltung Gleichgesinnter sein, es muss nach außen dringen, muss Breschen schlagen und neue Freunde gewinnen, neue Mitstreiter für die Perspektive der Menschenrechte.“

2003

„Es ist notwendig, die Welt um uns herum aus einer anderen Perspektive, aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Das Medium Film hilft uns dabei, sich ein Bild davon zu machen, unter welchen Bedingungen Menschen in anderen Ländern leben. Wir können viel aus den Geschichten lernen, die uns die Filme erzählen. Sie können uns im Alltag daran erinnern, nicht wegzusehen, sondern mit offenen Augen in die Welt zu blicken.“

2001

„Auch das Medium Film kann verleugnen, aber es kann uns auch von bisher unbekannten Schicksalen erzählen, uns neue Einblicke gewähren. Dieses Filmfestival leistet daher einen wichtigen Beitrag für die Menschenrechte. Mit der Verleihung des Nürnberger Filmpreises der Menschenrechte werden engagierte FilmemacherInnen ermutigt, weiter zu erzählen, und wir alle ermahnt, nicht wegzuschauen.“

1999

„Die Internationalen Filmtage der Menschenrechte in Nürnberg sind ein Hoffnungszeichen für all diejenigen, die sich vom Medium Film eine aufklärerische Funktion erwarten und das Verständnis von Film als einem Instrument der Erkenntnis nicht aufgeben wollen. Sie entsprechen einem moralischen Gebot, aber auch einem real vorhandenen Bedürfnis, das Filmmedium einzusetzen zur Information und Zeugenschaft, zur Erinnerung, zur Erweiterung des Horizonts, zur Schärfung des Blicks. Sie haben die Chance, durch ihre Programmauswahl deutlich zu machen, dass sich ein zeitkritischer Inhalt durchaus mit einer überzeugenden und modernen filmischen Form vereinbaren lässt, und dass solche Filme, die die aktuelle Thematik mit der adäquaten Form verbinden und dabei ästhetische Möglichkeiten des Mediums nutzen, die besten, wichtigsten und schönsten sind, die es in unserer filmischen Landschaft überhaupt geben kann.“

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Profil

Das Nuremberg International Human Rights Film Festival (NIHRFF) ist Deutschland größtes und wichtigstes Filmfestival zum Thema Menschenrechte. Seit 1999 präsentiert es alle zwei Jahre engagierte internationale Filmkunst.

Mit drei internationalen Wettbewerben, einer hochkarätigen Fachjury, rund 50 geladenen Filmschaffenden, vielen Angeboten für Branchenvertreter*innen und zahlreichen Premieren hat sich NIHRFF zu einem der renommiertesten thematischen Filmfestivals in Europa entwickelt.

NIHRFF ist regional verankert und international renommiert.

Mit rund 10.000 Besuchern pro Ausgabe ist es das publikumsträchtigste Filmfestival Nürnbergs. NIHRFF ist eine etablierte, regional positionierte Kulturveranstaltung, die international über die fränkisch-bayerischen Grenzen hinweg strahlt. Abseits der Hauptstädte Berlin und München präsentiert das Festival alle zwei Jahre ein anspruchsvolles Filmprogramm in einem professionellen Rahmen und in einer entspannt-anregenden Atmosphäre.

NIHRFF steht für Qualität.

NIHRFF bekennt sich uneingeschränkt zu Qualität – sei es in der Programmgestaltung mit stringenter kuratorischer Handschrift oder in organisatorischer Hinsicht.

NIHRFF ist niederschwellig.

NIHRFF versteht sich als niederschwelliges Filmevent, in alle Richtungen offen – für Publikum genauso wie für Fachgäste. Das Festival ist eine attraktive und kommunikative Plattform für Filmschaffende, Cineast*innen, Vertreter*innen der Filmbranche und Menschenrechtler*innen.

NIHRFF ist inklusiv.

Als Menschenrechtsfilmfestival erkennt NIHRFF das Recht jedes einzelnen Menschen an, an Kultur und am politisch-gesellschaftlichen Diskurs teilzuhaben. Für einkommensschwache Nürnberger Bürger*innen und Geflüchtete sind die Vorstellungen des Festivals kostenlos. 2015 hat das Festival mit der regionalen Gehörlosen-Community ein Konzept entwickelt und umgesetzt, um einen möglichst guten Festivalzugang für ein gehörloses oder schwerhöriges Publikum zu schaffen.

NIHRFF bildet.

Aus der Stadt der Menschenrechte heraus leistet NIHRFF mit seinem erfolgreichen Schulprojekt Open Eyes, seinen Filmgesprächen, Podiumsdiskussionen und Ausstellungen einen wichtigen Beitrag zur Menschenrechtsbildung auf lokaler, bundesweiter sowie auf EU-Ebene. Die Aktivitäten des Schulprojekts Open Eyes (Schulvorstellungen, Jugendjury, Jugendreporter, Lehrerfortbildungen) haben es zum erfolgreichsten Schulfilmprogramm aller bayerischen Filmfestivals gemacht.

NIHRFF steht für internationale Kompetenz.

Das Festival ist eines der führenden Kompetenzzentren zum Thema Menschenrechte und Film weltweit. Sein auf Dialog, Solidarität und Nachhaltigkeit hin ausgerichtetes Festivalkonzept findet seine Fortsetzung in der Beratung und Unterstützung von Filmfestivals, Filmschaffenden, NGOs und Filminitiativen weltweit. Als gefragter Kooperationspartner kuratiert NIHRFF Filmreihen, Workshops und Podiumsdiskussionen für andere Filmfestivals und besetzt Juryposten weltweit.

NIHRFF gestaltet.

NIHRFF arbeitet seit Jahren in internationalen und regionalen Netzwerken, engagiert sich filmpolitisch und gestaltet so aktiv die Filmbranche mit.

Als Gründungsmitglied des Human Rights Film Network, einem Verband von rund 40 internationalen Menschenrechtsfilmfestivals, gestaltet NIHRFF aktiv die Filmbranche mit.

2014 gründete NIHRFF gemeinsam mit 17 anderen Festivals den Verband Bayerischer Filmfestivals, zu dessen erster Vorsitzenden NIHRFF-Leiterin Andrea Kuhn gewählt wurde.

Internationale Jury 2021

Hamze Bytici

Hamze Bytyçi, geboren in Prizren, Kosovo, ist Medien- und Theaterpädagoge, Regisseur und Performer. Er hat sich 2012 an der Gründung der International Romani Film Commission zur Förderung von Filmschaffenden mit Roma-Identität beteiligt. 2017 hat er das Roma-Filmfestival AKE DIKHEA? ins Leben gerufen, das seitdem unter seiner Leitung alljährlich in Berlin stattfindet. Er ist Regisseur von mehreren Dokumentar- und animierten Kurzfilmen (JOŽKA, 2017, …DIE BRINGEN NUR DIE VERBRECHER WEG, 2019, MEMORY BOXES, 2019). Er ist Vorsitzender von RomaTrial e.V., der in den Bereichen Kunst und Kultur, Jugend und Bildung (u.a. Filmsommerschule Balkan Onions) sowie Politik und Aktivismus aktiv ist.

Foto © Jennifer Tuffour

Anne Kodura

Geboren 1987 in Halle (Saale). Medienkunststudium an der Kunstakademie München. Erste Erfahrungen im Inszenieren von Theater, Kurz- und Experimentalfilmen.
Ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm ÖDLAND – DAMIT KEINER DAS SO MITBEMERKT feierte auf der Berlinale (Generation) Premiere, lief danach auf zahlreichen Festivals und gewann unter anderem bei der 8. Ausgabe des Nürnberger Filmfestivals der Menschenrechte den Preis der Open Eyes-Jugendjury.
Des Weiteren war sie Jurymitglied der Internationalen Jury der Generation der 66. Berlinale und war in den letzten Jahren zweifach als Berlinale Talent vertreten, zuletzt in der Script Station mit ihrem Spielfilmdrehbuch ALMA.

Brigid O’Shea

Brigid O’Shea lebt und arbeitet seit 2005 in Deutschland und Europa. Sie begann ihre Karriere bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin, wo sie für verschiedene Abteilungen wie Berlinale Talents, Berlinale Co-Production Market und den EFM arbeitete. Ab 2010 war sie Koordinatorin des DOK-Industrieprogramms und wurde Ende 2014 zur Leiterin von DOK Industry ernannt. Sie verließ diesen Posten 2021, um die Documentary Association of Europe zu gründen, um eine neue Generation von Fachleuten heranzubilden und sich auf paneuropäischer Ebene für Dokumentarfilmemacher:innen einzusetzen. Zuvor war sie als freie Mitarbeiterin für zahlreiche Dokumentarfilminstitute in Europa und für Produktionsfirmen tätig. Sie ist weltweit als Dozentin für internationale Kofinanzierung und Pitching sowie für Festivalstrategien und Kulturmanagement tätig. Als international anerkannte Beraterin mit einem breiten und vielfältigen Netzwerk moderiert und kuratiert sie Diskussionen und Programme zum Thema Non-Fiction-Filmemachen. Derzeit ist sie Mitglied des Beirats von B2B Doc und DMZ Docs.

Foto © Susann Jehnichen

Profil

Das Nuremberg International Human Rights Film Festival (NIHRFF) ist Deutschlands größtes und ältestes Filmfestival zum Thema Menschenrechte. Seit 1999 präsentiert es alle zwei Jahre engagierte internationale Filmkunst.

Filmpreise

NIHRFF vergibt mehrere Preise, die von einer internationalen Jury, dem Publikum und der Open Eyes-Jugendjury vergeben werden.

Internationale Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte

Künstler: Christian Rösner

Der Internationale Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte, wird von einer unabhängigen internationalen Jury an Filme aus dem Wettbewerbsprogramm verliehen. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert.

Publikumspreis

Künstler: Christian Rösner

Der Publikumspreis, dotiert mit 1.000 Euro, wird an den beliebtesten Film des Publikums aus den Sektionen Wettbewerb und Forum vergeben.

Preis der Open Eyes-Jugendjury

Der Preis der Open Eyes-Jugendjury wird von einer Jury aus Schüler*innen an den Film vergeben, der sich am besten für die Menschenrechtsbildung an Schulen eignet. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird von der Stabilo International GmbH gestiftet.

Bisherige Preisträger*innen

2019

Internationaler Nürnberger Filmpreis der MenschenrechteThe Silences (Los Silencios), Brasilien/Frankreich/Kolumbien 2018, Regie: Beatriz Seigner  
PublikumspreisA Thousand Girls Like Me, Frankreich/Afghanistan 2018, Regie: Sahra Mani
Preis der Open Eyes-JuryPUSH – Für das Grundrecht auf Wohnen, Schweden 2019, Regie: Fredrik Gertten

2017

Internationaler Nürnberger Filmpreis der MenschenrechteTa’ang, Hongkong/Frankreich 2016, Regie: Wang Bing
Lobende ErwähnungKommunion, Polen 2016, Regie: Anna Zamecka
PublikumspreisThe War Show, Dänemark/Finnland/Syrien 2016, Regie: Obaidah Zytoon, Andreas Dalsgaard
Preis der Open Eyes-JuryDil Leyla, Deutschland 2016, Regie: Aslı Özarslan
Lobende ErwähnungFor Ahkeem, USA 2017, Regie: Jeremy S. Levine, Landon van Soest

2015

Internationale Nürnberger Filmpreis der MenschenrechteMaidan, Ukraine/Niederlande 2014, Regie: Sergei Loznitsa
PublikumspreisThe Look of Silence, Dänemark/Großbritannien/Indonesien/Norwegen/Finnland 2014, Regie: Joshua Oppenheimer
Preis der Open Eyes-JurySomething Better To Come (Yulas Welt), Dänemark/Polen 2014, Regie: Hanna Polak

2013

Internationaler Nürnberger Filmpreis der MenschenrechteNorte, Philippinesn 2013, Regie: Lav Diaz
PublikumspreisNo Fire Zone: In the Killing Fields of Sri Lanka, Sri Lanka/Großbritannien 2013, Regie: Callum Macrae
Preis der Open Eyes-JuryÖdland – Damit keiner das so mitbemerkt Deutschland 2013, Regie: Anne Kodura
Lobende ErwähnungCall Me Kuchu, USA 2012, Regie: Katherine Fairfax Wright,
Malika Zouhali-Worrall

2011

Internationaler Nürnberger Filmpreis der MenschenrechteDer Preis (El Premio), Mexiko/Frankreich/Polen/Deutschland 2011, Regie:
Paula Markovitch
PublikumspreisSon of Babylon, Ägypten/Frankreich/Irak/Niederlande/Großbritannien/Arabische Emirate/Palästina 2010, Regie: Mohamed Al-Daradji
Preis der Open Eyes-Jury9 Leben, Deutschland 2011, Regie: Maria Speth
Lobende ErwähnungCartonera, Deutschland 2010, Regie: Maria Goinda

2009

Internationaler Nürnberger Filmpreis der MenschenrechteCrime & Punishment, China 2007, Regie: Zhao Liang
PublikumspreisBurma VJ – Berichte aus einem verschlossenen Land, Dänemark 2008, Regie: Anders Østergaard
Preis der Open Eyes-JuryBurma VJ – Berichte aus einem verschlossenen Land, Dänemark 2008, Regie: Anders Østergaard

2007

Internationaler Nürnberger Filmpreis der MenschenrechteEl Violín, Mexiko 2005, Regie:
Francisco Vargas
Lobende ErwähnungPaper Cannot Wrap Up Embers, Kambodscha/Frankreich 2007, Regie: Rithy Panh
PublikumspreisSisters in Law, Kamerun 2005, Regie: Florence Ayisi, Kim Longinotto
Preis der Open Eyes-JuryFavela Rising, Brasilen/USA 2005, Regie:
Matt Mochary, Jeff Zimbalist

2005

Internationaler Nürnberger Filmpreis der MenschenrechteEstamira, Brasilien 2004, Regie:
Marcos Prado
Lobende ErwähnungMardi Gras: Made in China, USA 2004, Regie: David Redmon
PublikumspreisDie Amateure und der General, Deutschland 2004, Regie: Helge Cramer
Preis der Open Eyes-JuryBunso: The Youngest, Philippinen/Großbritannien 2004, Regie: Ditsi Carolino

2003

Internationaler Nürnberger Filmpreis der MenschenrechteS-21: Die Todesmaschine der Roten Khmer, Kambodscha/Frankreich 2002, Regie: Rithy Panh
Lobende ErwähnungOtzenrather Sprung, Deutschland 2001, Regie: Jens Schanze

2001

Internationaler Nürnberger Filmpreis der MenschenrechteLong Night’s Journey into Day, USA 2000, Regie: Deborah Hoffmann, Frances Reid
Lobende ErwähnungSud, Frankreich/Belgien 1999, Regie: Chantal Akermann

1999

Internationaler Nürnberger Filmpreis der MenschenrechteThe Little Girl Who Sold the Sun, Senegal/Frankreich 1999, Regie: Djibril Diop Mambéty
Kisangani Diary, Österreich/Frankreich 1997, Regie: Hubert Sauper
Memoria, Italien 1997, Regie: Ruggero Gabbai

Team

Andrea Kuhn
Festivalleiterin
+49 911 231-8329
andrea.kuhn@filmfestival-der-menschenrechte.de
Mikosch Horn
techn. Leiter, Programm
+49 911 231-77642
mikosch.horn@filmfestival-der-menschenrechte.de
Isabelle Krauß
Programm, Organisation
+49 911 231-77648
isabelle.krauss@stadt.nuernberg.de
Christiane Schleindl
Programm, Organisation
+49 911 231-582
christiane.schleindl@filmfestival-der-menschenrechte.de
Silke Lehmann
Presse & Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 151-68 1000 88
silke.lehmann@filmfestival-der-menschenrechte.de
presse@filmfestival-der-menschenrechte.de
Ursula Daehne
Organisation & Gästebetreuung
+49 911 231-8329
ursula.daehne@filmfestival-der-menschenrechte.de
Peter Romir
Koordination & Technik Festivallounge
+49 911 231-8329
team@filmfestival-der-menschenrechte.de
Oleg Borissov
Technik
+49 911 231-8329
team@filmfestival-der-menschenrechte.de

Ehrengäste

Bis 2017 ehrte NIHRFF eine*n Vertreter*in der internationalen Filmbranche, der/die in besonderer Weise für die glaubwürdige Verbindung von großer Filmkunst und politisch-menschenrechtlichem Engagement steht, mit dem NIHRFF-Ehrenpreis.

Sponsoren & Kooperationspartner

Übersicht der Förderer, Sponsoren und Partner

Förderer

Hauptsponsoren

Sponsoren

Partner

Medienpartner

Festivalhotel

NIHRFF ist Gründungsmitglied des Human Rights Film Network (HRFN)

Werden Sie Sponsor

Mit Ihrer Unterstützung machen Sie sich stark für engagierte Filmkunst und setzen ein Zeichen für die Menschenrechte.

Für Sponsoren halten wir unterschiedliche Leistungspakete vor, über die wir Sie gerne informieren.

Wenn Sie an einer Zusammenarbeit mit NIHRFF, dem größten und bedeutendsten Menschenrechtsfilmfestival Deutschlands, interessiert sind, wenden Sie sich bitte an Festivalleiterin Andrea Kuhn unter Tel: +49 (911) 231-8329 oder E-Mail: andrea.kuhn[at]stadt.nuernberg.de.

Fördermitgliedschaft & Spenden

Fördermitgliedschaft

Als Fördermitglied des Internationale Filmtage der Menschenrechte e.V. genießen Sie folgende Vorteile:

  • persönliche Einladung zur feierlichen Eröffnungsfeier und Preisverleihung
  • unser Festivalmagazin druckfrisch per Post
  • unseren elektronischen Newsletter
  • eine Spendenbescheinigung, da der Förderbeitrag steuerlich absetzbar ist

Spenden

Spenden an folgende Bankverbindung:
GLS Bank
BIC: GENODEM1GLS
IBAN: DE81 4306 0967 8205 8424 00
Sie erhalten eine Spendenbescheinigung.

Open Eyes

Open Eyes – Menschenrechtsfilme für die Schule ist das Schulfilmprojekt des Internationlen Nürnberger Filmfestivals der Menschenrechte und verbindet auf innovative Weise kulturelle und politische Bildung. Im Gegensatz zu NIHRFF findet das Open Eyes-Schulfilmprojekt im jährlichen Turnus statt.

Seit 2007 wird Open Eyes großzügig von der Stabilo International GmbH unterstützt.

Open Eyes-Schulfilmprogramm vom 27.9. bis zum 6.10. 2021

In diesem Jahr können Sie die Open Eyes-Schulvorstellungen wie gewohnt im Filmhaus Nürnberg unter den geltenden Hygienevorschriften mit Ihrer Klasse besuchen oder aber eine Online-Vorstellungen buchen, die Sie an Ihrer Schule selbst veranstalten können.

Open Eyes Online-Vorstellung buchen

Die Online-Vorstellungen werden über die Streamingplattform kino3 abgespielt.

Wenn Sie eine Online-Vorstellung mit Ihrer Klasse buchen möchten, können Sie sich per E-Mail an filmhaus@stadt.nuernberg.de anmelden. Eine Buchung für eine Online-Vorstellung ist auch kurzfristig bis zu drei Tagen vorher möglich.

Bitte nutzen Sie das Anmeldeformular oder nennen folgende Informationen:

  • Film
  • Wunschtermin (Datum und Uhrzeit)
  • Anzahl der Schüler:innen
  • Klasse und Fach
  • E-Mail Adresse für Ihr persönliches Login

Sie erhalten dann von uns sowohl eine Rechnung, als auch eine E-Mail mit der Buchungsbestätigung, den Zugangsdaten sowie eine Anleitung für den Stream.

Open Eyes Kinovorstellung buchen

Sie können mit Ihrer Klasse selbstverständlich auch zu uns ins Kino kommen, um einen Film aus dem Open Eyes Programm zu schauen, unter Einhaltung der aktuell geltenden Hygienevorschriften.

Melden Sie sich dafür mit dem Anmeldeformular an oder per E-Mail an filmhaus@stadt.nuernberg.de, Telefon: 0911 231 7478

Sie können Ihren Wunschfilm vom 27. September bis 6. Oktober in den folgenden Zeitschienen buchen:

8.30 Uhr | 11 Uhr | 14 Uhr

Sollte Ihr Wunschtermin schon belegt sein, finden wir sicher einen Ersatztermin. Sie erhalten nach Ihrer Anmeldung eine Buchungsbestätigung und können den Eintritt (3,00 € pro Schüler:in) vor Ort im Kino zahlen.

Spielort:

Filmhaus Nürnberg, (1. OG Künstlerhaus) Königstr. 93, 90402 Nürnberg

fußläufig vom Hauptbahnhof in ein paar Minuten zu erreichen

Aktuelle Hygieneregelung:

  • Pro Vorstellung ist eine Klasse im Kino zulässig.
  • Ein Mindestabstand von 1,5m ist einzuhalten.
  • Während des Besuchs und während der gesamten Vorstellung muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Open Eyes Filmgespräche 2021

Herz unserer Open Eyes-Schulvorstellungen sind die anschließenden Gespräche mit Filmschaffenden und/oder Expert:innen zum Thema des Films. Dieses Jahr bieten wir Ihnen kurze aufgezeichnete Filmgespräche an, die Sie online jeder Zeit abrufen können, oder direkt im Anschluss an den Kinobesuch im Kino ansehen können.

Die Links zu den aufgezeichneten Filmgesprächen finden Sie zum Festivalzeitraum hier auf der Webseite.

Profil

Wichtigster Baustein des Projekts sind die Open Eyes-Schulvorstellungen: Als niederschwelliges Angebot sollen das Medium Film und der Lernort Kino Jugendliche für Menschenrechtsfragen sensibilisieren und zugleich deren Medienkompetenz stärken. Alle Filmvorführungen finden am Vormittag bzw. frühen Nachmittag statt und werden pädagogisch begleitet. Zu jeder Vorstellung gibt es eine kurze Einleitung in das Thema Menschenrechte allgemein und dann in das Thema und den Film im Besonderen. Nach der Vorstellung diskutieren entweder Filmschaffende, Protagonist:innen oder Expert:innen mit den Jugendlichen. Alle Filme werden – sofern sie nicht in einer deutschen Fassung vorliegen – eigens aufwendig übersetzt und untertitelt bzw. live während der Vorstellung eingesprochen, um ein maximales Verständnis der Filme für alle Jugendlichen zu ermöglichen.

Open Eyes-Jugendjury

Darüber hinaus bietet Open Eyes interessierten Jugendlichen die Möglichkeit, sich als Mitglieder der Open EyesJugendjury intensiv mit ausgewählten Festivalfilmen auseinander zu setzen und eigenverantwortlich in der Gruppe denjenigen Festivalbeitrag auszuwählen, der sich ihrer Ansicht nach am besten für die Menschenrechtsbildung an Schulen eignet. Während der Preisverleihung des Festival verliest die Jury dann ihre selbst verfasste Laudatio und überreicht den Open Eyes-Jugendjury-Preis, der mit 1.000 Euro dotiert ist und von der Stabilo International GmbH gestiftet wird. Die Arbeit der Jugendjury wird ebenfalls durchgehend pädagogisch betreut.

Open Eyes-Jugendreporter:innen

Seit 2009 bilden die Open Eyes-Jugendreporter:innen das dritte Standbein des Projekts: In Kooperation mit der Redaktion der Extra-Seiten der Nürnberger Nachrichten werden über eine Ausschreibung fünf Jugendliche bestimmt, die über jeweils einen Festivalfilm berichten. Dazu werden individuelle Kinovorstellungen für die Reporter organisiert, in denen sie ihren jeweiligen Film sichten und mit dem NIHRFF-Team diskutieren können. Die redaktionelle Betreuung der Filmkritiken übernimmt das Team der Extra-Seiten, das die Beiträge in der Zeitung veröffentlicht. Ziel dieses Projektbausteins ist es, Jugendliche für engagiertes Kino zu interessieren, indem sie von Gleichaltrigen über diese Filme informiert und begeistert werden.

Fortbildungen für Lehrkräfte

Im festivalfreien Jahr bietet Open Eyes eine eintägige filmwissenschaftliche Fortbildung für Lehrkräfte an, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Filmkompetenz von Lehrenden zu stärken, damit die Diskussionen, die im Rahmen des Projekts angestoßen werden, auch im Klassenzimmer mit entsprechendem Fachwissen fortgeführt werden können. Themen in der Vergangenheit waren u.a. „Filmdramaturgie kompakt,“ „Der Dokumentarfilm zwischen Inszenierung und Wirklichkeit“ und „Filmisches Erzählen“. Die Open Eyes-Lehrer:innenfortbildungen sind staatlich anerkannt und stehen Lehrkräften aus ganz Bayern offen.

Open Eyes Schulfilm-Archiv

Hier finden Sie die bisherigen Programmflyer und ein Open Eyes– Filmarchiv für die NIHRFF-Festivaljahre ab 2015.

Kinovorstellungen

Preise

Einzelkarte

ermäßigt für Schüler:innen, Studierende, Auszubildende, Renter:innen, Schwerbehinderte & Gehörlose/Schwerhörige

8,00 € / 6,50 € ermäßigt

10,00 € Soli-Preis

Festivalpass

Der Festivalpass berechtigt zum Besuch aller Kinovorstellungen mit Ausnahme der Eröffnung und Vorstellungen im Cinecittà Kino 9.

Der Pass ist ab dem 27.9.2021 im Festivalbüro im Festivalzentrum Künstlerhaus, Königstr. 93, erhältlich und ist nicht übertragbar. Bitte beachten Sie, dass die Verfügbarkeit der Festivalpässe begrenzt ist.

50,00 €

Nürnberg-Pass Inhaber / Geflüchtete

Inhaber:innen des Nürnberg-Pass sowie Geflüchtete können alle Filmveranstaltungen in den Kinos kostenlos besuchen. Eine besondere Reservierung ist nicht notwendig.

Für einzelne Tickets kommen Sie einfach an die Kinokasse. Bitte beachten Sie, dass Freikarten nicht online gekauft werden können, sondern nur für jeweils eine Person für den jeweiligen Tag an der Kinokasse abgeholt werden können.

Eintritt frei

Kinotickets vor Ort

Cinecittà

Karten für Vorstellungen im Cinecittà gibt es ausschließlich dort ab dem 14.09. und während des Festivals an der Kasse (Gewerbemuseumsplatz 3, 90403 Nürnberg).

kinoeins, kommkino, Katharinenruine, Tafelhalle

  • KulturInformation (Königstraße 93, 90402 Nürnberg)
  • Abendkasse im Filmhaus (1.OG Königstraße 93)
  • Tickets für die Eröffnung in der Tafelhalle gibt es an der KulturInformation. Der Eintritt ist frei.

Die Abendkassen im Filmhaus und in der Katharinenruine öffnen jeweils eine halbe Stunde vor dem ersten Vorstellungsbeginn und sind bis zum Beginn der jeweiligen letzten Vorstellung geöffnet.

Online-Vorstellungen

Preise

Einzelkarte

Über unsere Streamingplattform können Sie einzelne Filme kaufen und für 48h Stunden über die Plattform ansehen. Die verfügbaren Filme haben geo-blocking und sind aus rechtlichen Gründen nur in Deutschland abrufbar.

7,00 €

Festivalpass

Der Online-Festivalpass berechtigt zum Streamen aller online verfügbaren Filme auf unserer Streamingplattform vom 29.9., 21:00 Uhr bis zum 6.10., 23:59 Uhr.

50,00 €

Tickets

ab dem 29.9. um 21:00 Uhr bis 6. Oktober 23:59 Uhr verfügbar

Spielstätten

Festivalzentrum im Künstlerhaus / kino eins & kommkino

Künsterhaus / Filmhaus Nürnberg im KunstKulturQuartier

Königstr. 93, 90402 Nürnberg

U-Bahn: Alle Linien, Haltestelle Hauptbahnhof
Straßenbahn: Linie 5, 7, 8 und 9, Haltestelle Hauptbahnhof

Vom Hauptbahnhof: Nehmen Sie den Ausgang Richtung Altstadt/Innenstadt/Tourist information. Sie können das Gebäude bereits vom Bahnhof aus erkennen.

Vom Flughafen: Mit der U-Bahnlinie U2 direkt vom Flughafen zur Haltestelle Hauptbahnhof

Cinecittà

Cinecittà – Kino 8 und Kino 9
Gewerbemuseumsplatz 3
90403 Nürnberg

Bitte beachten Sie, dass Tickets für Vorstellungen im Cinecittà nur dort erhältlich sind oder online über https://www.cinecitta.de/

U-Bahn: U1, Haltestelle Lorenzkirche / U2, Haltestelle Wöhrder Wiese
Straßenbahn: Linie 8, Haltestelle Marientor

Katharinenruine (Open Air)

Katharinenruine
Am Katharinenkloster 6
90403 Nürnberg

U-Bahn: U1, Haltestelle Lorenzkirche / U2, Haltestelle Wöhrder Wiese
Straßenbahn: Linie 8, Haltestelle Marientor

Tafelhalle

Tafelhalle
Äußere Sulzbacher Str. 60-62
90491 Nürnberg

Straßenbahn: Linie 8, Haltestelle Tafelhalle

COVID19-Regeln

Seit dem 2. September gilt für Veranstaltungen in Innenräumen die 3G-Regel. Das heißt, der Zutritt zu unseren Spielstätten im Künstlerhaus, Cinecittà und Tafelhalle ist nur gestattet, wenn Sie nachweislich geimpft, genesen oder getestet sind.

Bitte bringen Sie einen entsprechenden Nachweis mit und zeigen Sie diesen am Einlass vor. 

Als Testnachweis ist ein negativer Antigen-Schnelltest erforderlich, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, oder ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist. Ausgenommen von der Testpflicht sind Kinder unter 6 Jahren sowie Schülerinnen und Schüler ab Schulbeginn. Weitere Informationen hier.

Beim Betreten unserer Räumlichkeiten ist das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Schutzmaske (OP-Maske oder FFP2) vorgeschrieben. Auch in den Kinosälen während der Vorstellungen muss der Mund-Nasen-Schutz aufbehalten werden.

Ab dem 2. September gelten in Bayern neue Regelungen für den Veranstaltungsbereich. Wir können daher wieder mehr Plätze in den Kinos besetzen, halten aber zwischen einzelen Besucher:innen bzw. Gruppen zwei Plätze Abstand. Das Buchungssystem ist so eingestellt, dass man innerhalb einer Personengruppen Plätze nebeneinander buchen kann. Es werden automatisch Sutomatisch die jeweils anliegenden zwei Plätze gesperrt. Die Platznummer auf den Tickets ist also unbedingt verpflichtend.

Bitte achten Sie dennoch auf einen Mindestabstand von 1,5m zu anderen Personen, soweit möglich.

Kontaktdaten werden schriftlich vor Ort erhoben. Bitte beachten Sie, dass Sie Ihre Kontaktdaten immer noch einmal vor Ort ausfüllen müssen, auch wenn Sie sich schon online zum Ticketkauf auf unterschiedlichen Plattformen registriert haben. Dies hat datenschutzrechtliche Hintergründe.

Barrierefreiheit

Rollstuhlgerechtigkeit

Alle NIHRFF-Spielstätten sind rollstuhlgerecht zu erreichen und verfügen über rollstuhlgerechte Toiletten*

Filmhaus kinoeins: https://wheelmap.org/nodes/754061581

Künstlerhaus: https://wheelmap.org/nodes/-315732130

Cinecittà: https://wheelmap.org/nodes/182065589

Tafelhalle: https://wheelmap.org/nodes/25551092

Katharinenruine: https://wheelmap.org/nodes/-32398990

*In der Katharinenruine sind die Toiletten leider nicht rollstuhlgerecht zu erreichen.

NIHRFF für Hörbeeinträchtigte und Gehörlose

Viele unserer Filme haben deutsche Untertitel. Speziell angepasste Untertitel mit Tonbeschreibungen haben wir dieses Jahr für zwei Filme.

Wir bieten Gebärdenvideos über eine Auswahl an Filmen und mit allgemeinen Informationen auf unserer Webseite an.

Außerdem wird unsere Eröffnungsfeier in DGS gedolmetscht.

NIHRFF für Blinde

Leider können wir im Augenblick keine Filme mit Audiodeskription anbieten

Menschen mit geringem Einkommen

Inhaber*innen des Nürnberg-Pass haben bei NIHRFF freien Eintritt, genauso wie Geflüchtete.
Eine besondere Reservierung ist nicht notwendig.

Für einzelne Tickets kommen Sie einfach an die Kinokasse.

Akkreditierung

NIHRFF bietet Akkreditierungen für Presse- und Filmindustrie-vertreter:innen an, die aktuell und professionell in ihren Bereichen arbeiten. Die Presseakkreditierung ist kostenlos, die Industry-Akkreditierung kostet einmalig 30 Euro. Die Akkreditierungen berechtigen zum Besuch aller Online-Filmvorstellungen auf unserer Streamingplattform kino3.

Bitte beachten Sie, einen entsprechenden Tätigkeitsnachweis bereit zu halten. Wir behalten uns vor, die Akkreditierung nach Prüfung ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Ein Rechtsanspruch auf Akkreditierung besteht nicht.

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Deutschlandpremiere NASRIN am 4. Dezember 2020

Anlässlich der Verleihung des Right Livelihood Award an Nasrin Sotoudeh präsentieren wir zusammen mit dem Human Rights Film Festival Berlin die Deutschlandpremiere des hochgelobten Dokumentarfilms NASRIN von Jeff Kaufmann über die iranische Menschenrechtsanwältin und Frauenrechtlerin.

NASRIN

USA 2020, 92 Min., online, engl.-persische Originalfassung mit deutschen Untertiteln, Regie: Jeff Kaufman

Im Iran von Frauen und Männern gedreht, die für diesen Film Gefahr liefen, verhaftet zu werden, porträtiert der Film nicht nur eine mutige Frau, sondern die iranische Frauenrechtsbewegung selbst. Er blickt hinter die reinen Fakten, die Schlagzeilen machten – und gibt Einblicke aus erster Hand in das Leben einer Frau, die für ihre Sache alles riskiert und auch in der Filmszene bestens bekannt und engagiert ist. Viele kennen Sie aus Jafar Panahis Taxi Tehran – Nasrin Sotoudeh vertritt Jafar Panahi anwaltlich.

Aufgrund der coronabedingten Schließung des Filmhauskinos präsentieren wir Ihnen diesen wichtigen Film online mit gleich zwei hochkarätigen Podiumsdiskussionen.

Der Film ist von 4. Dezember 18:00 Uhr bis einschließlich 11. Dezember 2020 23:59 Uhr online für einen Kartenpreis von 4,50 EUR verfügbar auf Eventive.org. NASRIN wird im englisch-persischen Original mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Deutschlandpremiere mit Podiumsdiskussion: 4. Dezember 2020, 18 Uhr

auf der Online-Plattform Eventive
mit einem Grußwort des Berliner Kultursenators Dr. Klaus Lederer
im Anschluss um 20:00 Uhr bei YouTube:
Publikumsdiskussion mit der iranischen Künstlerin Parastou Forouhar und der Rechtsanwätltin Anna Gilsbach moderiert von Andrea Kuhn (Leiterin NIHRFF).

Podiumsdiskussion, 7. Dezember 2020, 19 Uhr

„Menschenrechte im Iran und die Situation von Anwält*innen“ bei YouTube
mit Dr. Marcus Mollnau (Präsident der Rechtsanwaltskammer Berlin), Gollaleh Ahmadi (Bündnis90/Die Grünen; angefragt), Prof. Basak Cali (Center for Fundamental Rights, Hertie School), RA Stefan von Raumer (Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses des DAV)


NIHRFF goes Queer