A THOUSAND GIRLS LIKE ME

REGIE: Sahra Mani   LAND: Frankreich, Afghanistan   JAHR: 2018   SPRACHE(N): Farsi   UNTERTITEL: Englisch   LÄNGE: 80 min

VORSTELLUNG IN ANWESENHEIT VON REGISSEURIN SAHRA MANI

INHALT

2009 wird in Afghanistan ein Gesetz zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen eingeführt. Es findet jedoch bisher kaum Anwendung, unter anderem weil die Opfer aus Scham und Angst schweigen. Die junge Afghanin Khatera ist die erste Frau, die auf offiziellem Wege Gerechtigkeit sucht. Regisseurin Sahra Mani begleitet im Dokumentarfilm A THOUSAND GIRLS LIKE ME ihren mutigen Weg und zeichnet ein eindringliches Porträt einer jungen Frau im Kampf für ein besseres Leben.

„Jede Frau hat hundert Besitzer, es war schon immer so in diesem Land“.

Regisseurin Sahra Mani – selbst Afghanin – weiß, wovon sie spricht: Die Männer haben das Sagen in Afghanistan, die meisten Frauen leben fremdbestimmt, Gleichberechtigung ist in weiter Ferne. Zudem erfahren viele Frauen sexuelle Gewalt. So auch Khatera, die jahrelang von ihrem Vater missbraucht wird. Nach mehreren ungewollten Schwangerschaften geht sie aus Verzweiflung an die Öffentlichkeit. In einer TV Show erzählt sie ihre Geschichte, die in ihrem Umfeld nicht geglaubt oder wissentlich totgeschwiegen wurde. Doch statt eines Befreiungsschlags kommen immer mehr Probleme auf die junge Frau zu: starre Behörden, Lügen und Falschaussagen, enormer gesellschaftlicher Druck, Einschüchterungen, Familienstreit – doch Khatera gibt ihren Traum vom selbstbestimmten Leben in Freiheit nicht auf.

WEBSITE
https://athousandgirlslike.me/

SAHRA MANI
Als afghanische Geflüchtete wuchs Sahra Mani mit ihrer Familie im Iran auf. Sie studierte Dokumentarfilm an der Universität der Künste in London. Sie ist Gründerin des Afghanistan Doc House und der Anahat Vision and Films Produktionsfirma. In ihren Arbeiten thematisiert sie die politischen Strukturen ihrer Heimat. Mit A THOUSAND GIRLS LIKE ME gewann sie 2019 den NIHRFF-Publikumspreis

Das Foto zeigt Regisseurin Sahra Mani aus Afghanistan

FILMOGRAFIE
Kaloo School (2012), Beyond The Burkha (2014), A Thousand Girls Like Me (2018)

DREHBUCH: Sahra Mani PRODUZENT_IN: Sahra Mani   KAMERA: Sahra Mani SCHNITT: Giles Gardner

KONTAKTE
PRODUKTION: Afghanistan Doc House   WELTVERTRIEB: First Hand Films

HAVA, MARYAM, AYESHA

REGIE: Sahraa Karimi LAND: Afghanistan JAHR: 2019 SPRACHE(N): dari UNTERTITEL: Deutsch LÄNGE: 86 min

VORSTELLUNG IN ANWESENHEIT VON REGISSEURIN SAHRAA KARIMI

Inhalt
Drei afghanische Frauen mit unterschiedlichem sozialem Hintergrund, die in Kabul leben, stehen jeweils vor einer großen Herausforderung in ihrem Leben. Hava, eine konservative schwangere Frau, um die sich niemand kümmert, lebt bei ihrem Vater und ihrer Schwiegermutter. Ihre einzige Freude ist das Gespräch mit dem Baby in ihrem Bauch. Maryam, eine ausgebildete Fernsehreporterin, will sich von ihrem untreuen Ehemann scheiden lassen, erfährt aber, dass sie schwanger ist. Ayesha, ein 18-jähriges Mädchen, willigt ein, ihren Cousin zu heiraten, weil sie von ihrem Freund schwanger ist, der verschwindet, nachdem er die Nachricht erfahren hat. Jede von ihnen muss ihr Problem zum ersten Mal selbst lösen.

SAHRAA KARIMI
Sahraa Karimi ist die einzige promovierte Filmwissenschaftlerin Afghanistans und Leiterin des Instituts Afghan Film. Sie wurde 1985 geboren und stammt aus der zweiten Generation afghanischer Flüchtlinge im Iran. Im Alter von fünfzehn Jahren spielte sie als Schauspielerin in zwei iranischen Filmen mit, was sie dazu veranlasste, in der Slowakei ein Filmstudium zu absolvieren, das sie mit einem Doktortitel in Regie abschloss. Nachdem sie 10 Jahre lang viele Kurz- und Dokumentarfilme gedreht hatte und auf internationalen Filmfestivals zahlreiche Preise gewonnen hatte, kehrte sie nach Kabul zurück. Dort drehte sie zwei weitere Dokumentarfilme, die international erfolgreich waren und von ARTE France und BBC ausgestrahlt wurden. HAVA, MARYAM, AYESHA ist ihr erster Spielfilm, der vollständig in Kabul mit afghanischen Schauspielern gedreht wurde. Der Film feierte seine Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2019.

Sahraa Karimi

FILMOGRAPHIE
Searching For a Dream (2004), Chris: Paulina (2007), Simona (2007), Light Breeze, Memoirs from the Diary of an Emigrant (2009), Afghan Women Behind the Wheel (2010), Parlika: A Woman in the Land of Men (2016), Hava, Maryam, Ayesha (2019)

DREHBUCH: Sahraa Karimi, Sami Hasib Nabizada PRODUZENT:IN: Katayoon Shahabi, Sahraa Karimi KAMERA: Behrouz Badrouj SCHNITT: Mastaneh Mohajer MIT: Hasiba Ebrahimi, Fereshta Afshar, Arezoo Ariapoor

KONTAKTE
PRODUKTION: Noori Pictures (Katysh.01@gmail.com) WELTVERTRIEB: Noori Pictures (Katysh.01@gmail.com)

Deutsche Geschichte(n): Kurzfilmprogramm

Appropriation Takes You on a Weird Ride
Appropriation Takes You on a Weird Ride

DE 2020, 20 min, Sprache(n): Deutsch, Untertitel: Englisch, Regie: Maroan el Sani, Nina Fischer

Nina Fischer und Maroan El Sanis neuer Film untersucht den merkwürdigen deutschen Enthusiasmus für Native Americans in Bezug auf heutigen Rassismus und dessen tiefreichende koloniale Wurzeln. Diese Faszination, insbesondere mit dem Blick auf die Konstruktion einer deutschen Identität, hat eine eher beängstigende als eindrucksvolle Chronologie: angefangen mit dem germanischen Cherusker-Häuptling Arminius aus dem ersten Jahrhundert, über die ersten deutschen Amerikaauswanderer im 17. Jahrhundert, die Abenteuerromane Karl Mays, die Buffalo Bill Wild West Shows und Völkerschauen in Zoos und Zirkussen des 19. Jahrhunderts, die Gründung von Indianerklubs Anfang des 20. Jahrhunderts, die Vereinnahmung durch die Nazi-Ideologen, das Phänomen der sogenannten Hobbyisten/Indianisten in der DDR als gesellschaftliche Randgruppe bis hin zur beunruhigenden Identifikation der neuen Rechten mit dem Schicksal der indigenen Völker Amerikas.

Hotel Astoria
Hotel Astoria

DE 2020, 28 min, Sprache(n): Deutsch, Untertitel: , Regie: Alina Cyranek, Falk Schuster

Hotel Astoria – einst Symbol absoluten Luxus’ in der DDR, heute einer der sichtbarsten Leerstände am Leipziger Bahnhof. Mit Audiointerviews und zeitgenössischen Fernsehausschnitten teilt der Film zunächst die Begeisterung über das schicke berühmte Hotel, doch zunehmend zeigt sich auch die andere Seite des Hauses: Überwachung, moralische Doppelbödigkeit und Verschwendungssucht. In den Händen von Alina Cyranek uner der sichtbarsten Leerstände am Leipziger Bahnhof. Mit Audiointerviews und zeitgenössischen Fernsehausschnitten teilt der Film zunächst die Begeisterung über das schicke berühmte Hotel, doch zunehmend zeigt sich auch die andere Seite des Hauses: Überwachung, moralische Doppelbödigkeit und Verschwendungssucht. In den Händen von Alina Cyranek und Falk Schuster wird aus dieser Lokalgeschichte ein schlaues, ruhiges und wunderschönes Kaleidoskop der DDR.


Zahlvaterschaft
Zahlvaterschaft

DE 2021, 22 min, Sprache(n): Deutsch, Untertitel: Englisch, Regie: Moritz Siebert

Gerson Liebl, Enkel eines deutschen Kolonialbeamten aus Togo, kämpft seit 30 Jahren für den Erhalt der deutschen Staatsangehörigkeit und ein Aufenthaltsrecht in Deutschland. Als letztes Mittel greift er zum Hungerstreik. Die Bilder seines unbeirrbaren Ausharrens vor dem Roten Rathaus in Berlin werden auf der Tonspur begleitet von Aussagen, Zeugnissen, Paragraphen, Gesetzestexten, politischen Standpunkten und Ausflüchten von damals und heute.

Filme im Open Eyes Schulfilmprogramm 2021

Bitte beachten Sie, dass die Open Eyes Schulfilme speziell für Schulklassen angeboten werden und nicht öffentlich zugänglich sind. Weitere Infos zum Programm und zur Anmeldung für Lehrkräfte finden Sie unter www.nihrff.de/open-eyes.

Seit 2007 wird Open Eyes großzügig von der Stabilo International GmbH unterstützt.

Kabul, City in the Wind
Kabul, City in the Wind

AF, NL, DE, JP 2018, 88 min, Sprache(n): Dari, Untertitel: Deutsch, Regie: Aboozar Amini

Oeconomia
Oeconomia

DE 2020, 89 min, Sprache(n): Deutsch, Englisch, Untertitel: Deutsch, Regie: Carmen Losman

Trans – I Got Life
Trans – I Got Life

DE, RU, US 2021, 95 min, Sprache(n): Deutsch, Englisch, Russisch, Untertitel: Deutsch, Regie: Doris Metz, Imogen Kimmel

Wem gehört mein Dorf?
Wem gehört mein Dorf?

DE 2021, 96 min, Sprache(n): Deutsch, Untertitel: , Regie: Christoph Eder

Wölfe, Die
Lobos, Los

MX 2019, 95 min, Sprache(n): Spanisch, Englisch, Cantonese, Untertitel: Deutsch, Regie: Samuel Kishi Leopo

Words of Bandits
Paroles de bandits

FR 2019, 90 min, Sprache(n): Arabisch, Englisch, Französisch, Tigrinya, Untertitel: Deutsch, Englisch, Regie: Jean Boiron Lajous

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Previews im Cinecittà 2021

Alle Filme in dieser Sektion laufen im Cinecittà, Kino 9. Tickets für die Vorstellungen erhalten Sie ausschließlich an der Kasse im Cinecittà oder online.

Adam
آدم

MA, FR 2019, 98 min, Sprache(n): Arabisch, Untertitel: Deutsch, Regie: Maryam Touzani

Vorstellungen
05.10., 20:30, Cinecittà, Kino 9

Bis an die Grenze
Police

FR 2019, 98 min, Sprache(n): Französisch, Untertitel: Deutsch, Regie: Anne Fontaine

Vorstellungen
29.09., 20:30, Cinecittà, Kino 9

Borga
Borga

DE, GH 2021, 104 min, Sprache(n): Deutsch, Englisch, Französisch, Untertitel: Deutsch, Regie: York-Fabian Raabe

Vorstellungen
06.10., 20:30, Cinecittà, Kino 9

Große Freiheit
Große Freiheit

AT, DE 2021, 116 min, Sprache(n): Deutsch, Untertitel: , Regie: Sebastian Meise

Vorstellungen
02.10., 20:30, Cinecittà, Kino 9

I am not your Negro
I am not your Negro

US, FR, BE, CH 2016, 93 min, Sprache(n): Englisch, Untertitel: Deutsch, Regie: Raoul Peck

Vorstellungen
03.10., 20:30, Cinecittà, Kino 9

Mann, der seine Haut verkaufte, Der
homme qui a vendu sa peau, L‘

FR, TN, BE, SE, DE 2020, 104 min, Sprache(n): Arabisch, Englisch, Untertitel: Deutsch, Regie: Kaouther Ben Hania

Vorstellungen
01.10., 20:30, Cinecittà, Kino 9

Nowhere Special
Nowhere Special

GB, IT, RO 2020, 96 min, Sprache(n): Englisch, Untertitel: , Regie: Uberto Pasolini

Vorstellungen
30.09., 20:30, Cinecittà, Kino 9

Vater – Otac
Otac

RS 2020, 120 min, Sprache(n): Serbisch, Untertitel: Deutsch, Regie: Srdan Golubović

Vorstellungen
04.10., 20:30, Cinecittà, Kino 9

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Filme im Internationalen Forum

Decameron
Decameron

HK 2021, 107 min, Sprache(n): Cantonesisch, Untertitel: Englisch, Regie: Rita Hui Nga Shu

Vorstellungen
30.09., 20:00, kommkino; 03.10., 14:45, kinoeins; 06.10., 16:15, kinoeins

Delphine’s Prayers
Prières de Delphine, Les

BE, CM 2021, 91 min, Sprache(n): Französisch, Pidgin, Untertitel: Englisch, Regie: Rosine Mbakam

Vorstellungen
30.09., 18:00, kommkino; 02.10., 11:00, kinoeins; 03.10., 21:00, kinoeins

Deutsche Geschichte(n): Kurzfilmprogramm

Appropriation Takes You on a Weird Ride D, 2020, dF, 20 Uhr min, Regie: Maroan el Sani, Nina Fischer
Hotel Astoria
D, 2020, dF, 28 min, Regie: Alina Cyranek, Falk Schuster
Zahlvaterschaft
D, 2021, dF, 22 min, Regie: Moritz Siebert

Vorstellungen
30.09., 18:00, kommkino; 02.10., 11:00, kinoeins; 03.10., 21:00, kinoeins

Eyimofe – This Is My Desire
Eyimofe – This Is My Desire

NG 2019, 116 min, Sprache(n): Englisch, Untertitel: Deutsch, Regie: Arie Esiri, Chuko Esiri

Vorstellungen
01.10., 20:00, kommkino; 02.10., 15:30, Cinecittà, Kino 8; 06.10., 18:30, kinoeins

Genus Pan
Lahi, hayop

PH 2020, 157 min, Sprache(n): Tagalog, Untertitel: Englisch, Regie: Lav Diaz

Vorstellungen
03.10., 11:00, Cinecittà, Kino 8; 06.10., 20:00, kommkino

Her Socialist Smile
Her Socialist Smile

US 2020, 93 min, Sprache(n): Englisch, Untertitel: Deutsch, Regie: John Gianvito

Vorstellungen
02.10., 19:15, kommkino; 03.10., 18:15, kommkino; 05.10., 20:45, Cinecittà, Kino 8

In the Name of Scheherazade or the First Beergarden in Tehran
In the Name of Scheherazade or the First Beergarden in Tehran

IR, DE 2019, 75 min, Sprache(n): Deutsch, Englisch, Persisch, Untertitel: Deutsch, Englisch, Regie: Narges Kalhor

Vorstellungen
01.10., 19:15, kinoeins; 03.10., 12:00, kommkino; 05.10. 18:15, kommkino

Just a Movement
Juste un mouvement

BE, FR 2021, 110 min, Sprache(n): Französisch, Mandarin Chinese, Wolof, Untertitel: Englisch, Regie: Vincent Meessen

Vorstellungen
02.10., 18:00, Cinecittà, Kino 8; 04.10., 15:15, Cinecittà, Kino 8; 06.10., 21:00, kinoeins

Mother-Child
Niña Mamá

AR 2019, 66 min, Sprache(n): Spanisch, Untertitel: Englisch, Regie: Andrea Testa

Vorstellungen
03.10., 16:45, kommkino; 04.10., 14:00, kommkino; 05.10. 19:15, kinoeins

Non Western
Non Western

MX, GB, US 2020, 93 min, Sprache(n): Englisch, Untertitel: Deutsch, Regie: Laura Plancarte

Vorstellungen
30.09., 21:00, kinoeins; 03.10., 16:45, Cinecittà, Kino 8; 06.10., 16:00, kommkino

Nothing but the Sun
Apenas el sol

CH, PY 2020, 74 min, Sprache(n): Ayoreo, Spanisch, Untertitel: Englisch, Regie: Arami Ullón

Vorstellungen
30.09., 18:00, Cinecittà, Kino 8; 01.10., 16:30, kommkino; 05.10., 17:30, kinoeins

Notturno
Notturno

IT, FR, DE 2020, 100 min, Sprache(n): Arabisch, Kurdisch, Untertitel: Englisch, Regie: Gianfranco Rosi

Vorstellungen
01.10., 20:00, Cinecittà, Kino 8; 02.10., 13:00, kinoeins; 04.10., 16:45, kinoeins

Other Side of the River, The
Other Side of the River, The

DE, FI 2021, 92 min, Sprache(n): Arabisch, Deutsch, Kurdisch, Untertitel: Deutsch, Englisch, Regie: Antonia Kilian

Vorstellungen
30.09., 17:00, kinoeins; 02.10., 20:30, Cinecittà, Kino 8; 05.10., 16:00, Cinecittà, Kino 8


Radiograph of a Family
Radiograph of a Family

NO, IR, CH 2020, 82 min, Sprache(n): Farsi, Französisch, Untertitel: Deutsch, Englisch, Regie: Firouzeh Khosrovani

Vorstellungen
03.10., 19:15, Cinecittà, Kino 8; 04.10., 18:00, kommkino; 05.10., 16:30, kommkino

Souad
Souad

EG, TN, DE 2021, 96 min, Sprache(n): Arabisch, Untertitel: Deutsch, Englisch, Regie: Ayten Amin

Vorstellungen
30.09., 16:00, kommkino; 01.10., 21:00, kinoeins; 03.10., 14:45, Cinecittà, Kino 8

Valley of Souls
Tantas almas

CO, BE 2019, 137 min, Sprache(n): Spanisch, Untertitel: Deutsch, Englisch, Regie: Nicólas Rincón Gille

Vorstellungen
30.09., 20:00, Cinecittà, Kino 8; 02.10., 11:15, kommkino; 02.10., 19:30, Katharinenruine

Wächterin, Die
Wächterin, Die

DE 2020, 87 min, Sprache(n): Kurdisch, Türkisch, Turoyo, Untertitel: Deutsch, Englisch, Regie: Martina Priessner

Vorstellungen
30.09., 19:00, kinoeins; 01.10., 19:30, Katharinenruine; 06.10., 18:00, kommkino

Wölfe, Die
Lobos, Los

MX 2019, 95 min, Sprache(n): Spanisch, Englisch, Cantonese, Untertitel: Deutsch, Regie: Samuel Kishi Leopo

Vorstellungen
01.10., 15:00, kinoeins; 02.10., 15:00, kinoeins

Words of Bandits
Paroles de bandits

FR 2019, 90 min, Sprache(n): Arabisch, Englisch, Französisch, Tigrinya, Untertitel: Deutsch, Englisch, Regie: Jean Boiron Lajous

Vorstellungen
30.09., 16:00, Cinecittà, Kino 8; 04.10., 17:30, Cinecittà, Kino 8; 04.10., 19:00, kinoeins

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Filme im Internationalen Wettbewerb

Blutsauger
Blutsauger

DE 2021, 127 min, Sprache(n): Deutsch, Englisch, Russisch, Untertitel: Deutsch, Englisch, Regie: Julian Radlmaier

Vorstellungen
03.10., 14:00, kommkino; 03.10., 19:30, Katharinenruine; 05.10., 21:00, kinoeins

Elsewhere, Everywhere
Ailleurs, partout

BE 2020, 63 min, Sprache(n): Englisch, Farsi, Französisch, Persisch, Untertitel: , Regie: Isabelle Ingold, Vivianne Perelmuter

Vorstellungen
02.10., 17:15, kommkino; 03.10. 13:15, kinoeins; 04.10., 21:00, kinoeins

Herr Bachmann und seine Klasse
Herr Bachmann und seine Klasse

DE 2021, 217 min, Sprache(n): Bulgarisch, Deutsch, Türkisch, Untertitel: Englisch, Regie: Maria Speth

Vorstellungen
03.10., 17:00, kinoeins; 04.10., 19:30, Cinecittà, Kino 8

Landscapes of Resistance
Pejzaži otpora

RS, DE, FR 2021, 95 min, Sprache(n): Serbo-Croatian, Untertitel: Englisch, Deutsch, Regie: Marta Popivoda

Vorstellungen
02.10., 20:45, kinoeins; 03.10., 20:15, kommkino; 04.10., 19:30, Katharinenruine

Pebbles
Koozhangal

IN 2021, 74 min, Sprache(n): Tamilisch, Untertitel: Deutsch, Englisch, Regie: Vinothraj P.S.

Vorstellungen
29.09., 19:30, Tafelhalle; 30.09., 19:30, Katharinenruine; 02.10., 14:30, kommkino

This is not a Burial, It’s a Resurrection
This is not a Burial, It’s a Resurrection

LS, IT, ZA 2019, 120 min, Sprache(n): Sesotho, Untertitel: Deutsch, Englisch, Regie: Lemohang Jeremiah Mosese

Vorstellungen
01.10., 17:30, Cinecittà, Kino 8; 04.10., 15:30, kommkino; 05.10., 18:00, Cinecittà, Kino 8

Year of the Discovery, The
Año del descubrimiento, El

ES, CH 2020, 200 min, Sprache(n): Spanisch, Untertitel: Deutsch, Englisch, Regie: Luis López Carrasco

Vorstellungen
02.10., 17:00, kinoeins;04.10., 10:00, kommkino; 05.10., 20:00, kommkino

We
Nous

FR 2020, 115 min, Sprache(n): Französisch, Untertitel: Deutsch, Englisch, Regie: Alice Diop

Vorstellungen
01.10., 17:00, kinoeins; 03.10., 10:30, kinoeins; 04.10., 20:00, kommkino

Wem gehört mein Dorf?

Wem gehört mein Dorf?

REGIE: Christoph Eder LAND: Deutschland JAHR: 2021 SPRACHE(N): Deutsch UNTERTITEL: LÄNGE: 96 min

SEKTION: Open Eyes 2021

INHALT
Regisseur Christoph Eder reist für seinen Film zurück in sein Heimatdorf Göhren auf Rügen und begibt sich direkt zwischen die Fronten der Kommunalpolitik. Die Einwohner:innen streiten über die Zukunft ihres Ortes. Ein Großinvestor plant ein Bauprojekt im Naturschutzgebiet. Unterstützt wird er von vier Männern im Gemeinderat, die schon seit Jahren das politische Geschehen bestimmen und Tourismus und Wachstum als Chance sehen. Doch nicht alle Einwohner:innen sind dieser Meinung und so gründet sich eine Bürgerinitiative. Das Ziel: in den Gemeinderat gewählt zu werden und so die Landschaft vor weiterer Bebauung zu bewahren. Im Kontext von Tourismus und Strukturwandel veranschaulicht der Film demokratische Prozesse und die Möglichkeiten der politischen Mitbestimmung.
„WEM GEHÖRT MEIN DORF? ist viel mehr als ein persönlicher Film über einen regionalen Konflikt. Es ist ein Film über die Kraft der politischen Basis und die Macht von gelebter Demokratie. Ohne die eine Gesellschaft nicht funktionieren kann.“ Deutsche Film- und Medienbewertung FBW

BIOGRAPHIE
Christoph Eder arbeitet als Regisseur und Autor. In seinen Filmen setzt er sich vor allem mit gesellschaftspolitischen Fragen unserer Zeit auseinander. Neben seiner Arbeit an Dokumentarfilmen ist er bei Online- und Fernseh-Produktionen tätig. Unter anderem führt er für das mit dem Grimme Preis 2019 ausgezeichnete Satire-Format “Browser Ballett” (ARD/ZDF) Regie. Eders Kurzfilme liefen auf nationalen und internationalen Festivals und wurden mehrfach ausgezeichnet. Er studierte Medienkunst an der Bauhaus-Universität Weimar und Regie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Zusammen mit vier Filmemachern gründete er 2013 das KAMMER11 Filmkollektiv.

FILMOGRAPHIE
Mr. Wood (2015), Imbiss (2016), Streaming through Life (2017), Die Isolation der Oma Lilo (2020), Wem gehört mein Dorf? (2021)

DREHBUCH: Christoph Eder PRODUZENT:IN: Marcel Lenz, Guido Schwab, Claritta Kratochwil KAMERA: Domenik Schuster SCHNITT: Patrick Richter MUSIK: Anna Kühlein

WEBSITE: https://jip-film.de/wem-gehoert-mein-dorf/

KONTAKTE PRODUKTION: Ostlicht Filmproduktion (info@ostlicht.de) DEUTSCHER VERLEIH: JIP Film & Verleih Gbr (info@jip-film.com)

Zahlvaterschaft

Zahlvaterschaft

REGIE: Moritz Siebert LAND: Deutschland JAHR: 2021 SPRACHE(N): Deutsch UNTERTITEL: Englisch LÄNGE: 22 min

SEKTION: Internationales Forum

VORSTELLUNGEN

INHALT
Gerson Liebl, Enkel eines deutschen Kolonialbeamten aus Togo, kämpft seit 30 Jahren für den Erhalt der deutschen Staatsangehörigkeit und ein Aufenthaltsrecht in Deutschland. Als letztes Mittel greift er zum Hungerstreik. Die Bilder seines unbeirrbaren Ausharrens vor dem Roten Rathaus in Berlin werden auf der Tonspur begleitet von Aussagen, Zeugnissen, Paragraphen, Gesetzestexten, politischen Standpunkten und Ausflüchten von damals und heute.

Der Film ist Teil des Kurzfilmprogramms „Deutsche Geschichte(n)“.

BIOGRAPHIE
Moritz Siebert, geboren 1973 in Stuttgart, schloss zunächst ein Studium der Medizin und Kulturanthropologie in Berlin ab, bevor er an der National Film and Television School (NFTS) in Großbritannien ein weiteres Studium absolvierte. Sein Film LES SAUTEURS wurde 2016 im Berlinale Forum gezeigt. Moritz Siebert lebt und arbeitet als Filmemacher und Arzt in Berlin.

FILMOGRAPHIE
Rapstars (2002), Belgrad Backspin (2005), Anne and Gail (2008), My Name Is Karl (2008), Long Distance (2009), Erntehelfer (2014), Les sauteurs (2016), My New European Life (2019), Zahlvaterschaft (2021)

DREHBUCH: Hanna Keller, Moritz Siebert PRODUZENT:IN: Moritz Siebert, Hanna Keller KAMERA: Moritz Siebert SCHNITT: Moritz Siebert

WEBSITE: www.siebertfilms.com

KONTAKTE PRODUKTION: siebertfilms (info@siebertfilms.com) DEUTSCHER VERLEIH: Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V. (distribution@arsenal-berlin.de)

Year of the Discovery, The

Año del descubrimiento, El

REGIE: Luis López Carrasco LAND: Spanien, Schweiz JAHR: 2020 SPRACHE(N): Spanisch UNTERTITEL: Deutsch, Englisch LÄNGE: 200 min

SEKTION: Internationaler Wettbewerb

VORSTELLUNGEN

INHALT
1992. Spanien möchte ein modernes und vielversprechendes Land sein, in dem nach den Jahrzehnten der Franco-Diktatur die Demokratie wieder Einzug gehalten hat und die Wirtschaft in vollem Aufschwung ist. Die Olympischen Spiele in Barcelona und die Weltausstellung in Sevilla sollten exemplarisch dafür stehen. Doch 1992 brannte in Spanien nicht nur das Olympische Feuer, die soziale Realität ist eine andere und der neoliberale Glanz nur Fassade. Der Film lässt eine vergessene Vergangenheit auferstehen und spielt dabei mit den Konventionen des Dokumentarischen. In dichten Interviews und immer wieder im Split-Screen rekonstruiert er in einem Café in Cartagena die Ereignisse rund um die Fabrikschließung in der kleinen Stadt, die zum Brand des lokalen Parlaments führten.
In der kleinen Bar treffen sich die Zeug:innen der Ereignisse, um zu rauchen, zu trinken und zu diskutieren: über Klassenbewusstsein und Gewerkschaften, die aktuelle Krise und die Franco-Jahre, das Gestern und die Zukunft. So entsteht ein Rückblick auf ein fast vergessenes Ereignis, das doch so viel erzählt über unser Heute.

BIOGRAPHIE
Luis López Carrasco wurde 1981 in Spanien geboren. 2008 gründete er zusammen mit Javier Fernández Vázquez und Natalia Marín Sancho Los Hijos, ein experimentelles Kino- und Dokumentarfilmkollektiv. Sie führten bei mehreren Kurzfilmen Regie, darunter EL SOL EN EL SOL DEL MEMBRILLO (2008). Ihr erster Spielfilm LOS MATERIALES wurde 2010 beim Punto de Vista International Film Festival mit dem Jean Vigo Prize für die beste Regie ausgezeichnet.

FILMOGRAPHIE
Para ser cajera del súper siempre hay tiempo (2007), El sol en el sol del membrillo (2008), Los materiales (2010), El futuro (2013), Arboles (2013), Aliens (2017), The Year of the Discovery (2020)

DREHBUCH: Raúl Liarte, Luis López Carrasco PRODUZENT:IN: Luis Ferrón, Luis López Carrasco, Pedro Palacios, Daniel M. Caneiro, Ricard Sales, Marta Lacima, Javier Fernández KAMERA: Sara Gallego Grau SCHNITT: Sergio Jiménez Barranquero

WEBSITE: https://offecam.com/el-ano-del-descubrimiento/

KONTAKTE PRODUKTION: Alina Film, LaCima Producciones WELTVERTRIEB: Begin Again Films (hola@beginagainfilms.es)

Words of Bandits

Paroles de bandits

REGIE: Jean Boiron Lajous LAND: Frankreich JAHR: 2019 SPRACHE(N): Arabisch, Englisch, Französisch, Tigrinya UNTERTITEL: Deutsch, Englisch LÄNGE: 90 min

SEKTION: Internationales Forum, Open Eyes

VORSTELLUNGEN

INHALT
Ohne Solidarität gäbe es schon lange keine Hoffnung mehr. Seit 2015 sind die Grenzen im italienisch-französischen Roya-Tal geschlossen. Vergeblich versuchen unzählige Flüchtlinge, das italienische Städtchen Ventimiglia Richtung Frankreich zu verlassen und werden immer wieder zurückgeschickt. Doch damit möchten sich die freigeistigen Einwohner dieser eigenwilligen Region nicht zufriedengeben. Gemeinsam stellen sie sich gegen das Gesetz, beherbergen junge Migrantinnen und Migranten, versorgen sie hinter dem Rücken der Polizei mit Brot – tun schlichtweg alles, um diesen Menschen eine Zukunft zu ermöglichen. In den nebeligen Felsschluchten, jenseits der großen europäischen Metropolen, gibt es also eine Gemeinschaft, die zusammenhält und einfach nur helfen möchte, Widerstand leistet – aus Liebe zu ihrer Heimat, aus Menschenliebe, aus dem solidarischen Glauben an eine Welt, in der wir friedlich zusammenleben können und für die es sich zu kämpfen lohnt.
„Words of Bandits“ zeigt eine Oase der Hoffnung. Ein Film über das Ankommen und Weiterkommen und vor allem das Sich-Näherkommen.“ (Julia Weigl, Dok Leipzig)

BIOGRAPHIE
Jean Boiron-Lajous studierte Film an der Universität Lille 3 und an der Universität Aix-Marseille. Im Jahr 2012 führte er Regie bei LA MÉMOIRE ET LA MER, einem Dokumentarfilm, der von der Universität Aix-Marseille unter Beteiligung des INA produziert wurde (FID Marseille 2013 selection). Im Jahr 2015 führte er Regie bei TERRA DI NESSUNO, einem von Prima Luce produzierten Dokumentarfilm, der auf dem FID Marseille sowie auf vielen internationalen Festivals ausgezeichnet wurde. Er setzte seine Zusammenarbeit mit Prima Luce fort und führte 2018 Regie bei PLUS T’APPUIES MOINS J’AI MAL, einem Kurzfilm, sowie bei WORDS OF BANDITS (PAROLES DE BANDITS), einem weiteren Dokumentarfilm.

FILMOGRAPHIE La mémoire et la mer (2012), Terra di nessuno (2015), The harder you hit the less it hurts (2018), Words of Bandits (2019)

DREHBUCH: Jean Boiron Lajous PRODUZENT:IN: Loïc Legrand KAMERA: Jean Boiron Lajous SCHNITT: Myriam Aycaguer, Jean Boiron Lajous

KONTAKTE PRODUKTION: Prima Luce (info@primaluce.fr) WELTVERTRIEB: Prima Luce (info@primaluce.fr)

Wölfe, Die

Lobos, Los

REGIE: Samuel Kishi Leopo LAND: Mexiko JAHR: 2019 SPRACHE(N): Spanisch, Englisch, Cantonese UNTERTITEL: deutsch eingesprochen LÄNGE: 95 min

SEKTION: Internationales Forum, Open Eyes

VORSTELLUNGEN

INHALT
„Ihr seid starke Wölfe. Wölfe weinen nicht. Wölfe beißen. Sie heulen. Und sie beschützen ihr Zuhause.“ Auf einem alten Kassettenrekorder hat Lucia ihren Kindern, dem achtjährigen Max und seinem kleinen Bruder Leo, Geschichten und Märchen aufgenommen. Die Familie ist kürzlich aus Mexiko in die USA emigriert, und während Lucía mit verschiedenen Jobs versucht, eine finanzielle Grundlage für den Neubeginn zu schaffen, verbringen die beiden Brüder lange Tage in der kargen Einzimmerwohnung. Die Stimme der Mutter gibt ihnen Kraft, die einsamen Tage zu überstehen und die kahlen Wände der kleinen Wohnung werden zu Projektionsflächen für fantastische Abenteuer, während die Scheiben der Fenster Ausblicke bieten in eine neue Welt und eine unbekannte Zukunft.
„Regisseur Samuel Kishi Leopo greift in LOS LOBOS auf eigene Kindheitserfahrungen zurück und verortet sie in einem hochaktuellen Kontext – schonungslos und poetisch, melancholisch und hoffnungsvoll.“ (Quelle: Berlinale)

BIOGRAPHIE
Samuel Kishi Leopo machte seinen Bachelor of Arts in audiovisueller Kunst an der Universität Guadalajara. Seine Arbeiten wurden auf über 100 Festivals weltweit gezeigt, darunter Clermont Ferrand und die Berlinale, wo er mit seinem Spielfilmdebüt SOMOS MARI PEPA in der Sektion Generation Kplus gezeigt wurde. Zu seinen Auszeichnungen gehören das Silver Eye des Morelia International Film Festival, Best short Film der Mexican Academy of Cinematographic Arts and Sciences für MARI PEPA sowie drei Ariel-Nominierungen für sein Spielfilmdebüt SOMOS MARI PEPA.

FILMOGRAPHIE
Luces negras (2009), Acerca del drama de los calcetines (2010), Mari Pepa (2011), Somos Mari Pepa (2013), Juglares del Gol (2016), Los Lobos (2019)

DREHBUCH: Samuel Kishi Leopo, Sofía Gómez Córdova, Luis Briones PRODUZENT:IN: Inna Payan Stoupignan KAMERA: Octavio Arauz SCHNITT: Yordi Capó, Carlos Espinoza Benítez, Samuel Kishi Leopo MUSIK: Kenji Kishi Leopo MIT: Maximiliano Nájar Márquez, Leonardo Nájar Márquez, Martha Reyes Arias

WEBSITE: https://www.loslobosmovie.com

KONTAKTE PRODUKTION: Animal De Luz Films WELTVERTRIEB: FiGa Films DEUTSCHER VERLEIH: Steppenwolf Verleih Wolf Kino GmbH (verleih@wolfberlin.org)

We

Nous

REGIE: Alice Diop LAND: Frankreich JAHR: 2020 SPRACHE(N): Französisch UNTERTITEL: Deutsch, Englisch LÄNGE: 115 min

SEKTION: Internationaler Wettbewerb

VORSTELLUNGEN

INHALT

Die Schnellbahnstrecke RER B verläuft von Nord nach Süd quer durch Paris und seine Außenbezirke. Auf ihrer Reise in die Vorstädte zeigt uns die preisgekrönte Dokumentarfilmerin Alice Diop Gesichter und Geschichten verschiedener Menschen, die diese Orte ausmachen. Ihr gelingt es dabei, eindrückliche Beobachtungen zu einer tiefgründigen Analyse zu verknüpfen.

Schon mit dem Titel macht Diop klar, dass sie Teil der Beobachtung ist. Im Gegensatz zum klassischen anthropologischen Dokumentarfilm steht sie nicht außer- oder oberhalb der Menschen, die sie filmt. So gelingt ihr ein kluger und sensibler Film, der den einzelnen Menschen ins Zentrum rückt, ohne die Gesellschaft als ganzes aus dem Blick zu verlieren. Isolation, Diskriminierung und koloniales Erbe, die Sehnsucht nach einer glorreichen Vergangenheit und solidarisches Miteinander, schier endlose Fassetten einer vielfach gespaltenen Gesellschaft vereint Diop in ihrem filmischen Essay zu einer Analyse des heutigen Frankreichs über die man lange nachdenkt.

WE erhielt den Preis für den Besten Film der Sektion Encounters auf der Berlinale 2021 ebenso wie den Preis für den besten Dokumentarfilm.

BIOGRAPHIE
Alice Diop ist Filmemacherin und wurde in Aulnay-sous-Bois, Frankreich, geboren. Ihre Filme, in denen sie sich mit der französischen Gesellschaft und deren kultureller Diversität auseinandersetzt, wurden auf dem Pariser Filmfestival Cinéma du Réel, im British Film Institute London, auf dem Filmfestival Karlovy Vary, bei der Viennale und auf dem Dokumentarfilmfestival in Lussas, Frankreich, gezeigt. Ihr abendfüllender Dokumentarfilm ON CALL wurde im Wettbewerb von Cinéma du Réel mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Für ihren Kurzfilm TOWARDS TENDERNESS erhielt sie 2017 den französischen Filmpreis César.

FILMOGRAPHIE
Les Senegalaises et la Senegauloise (2007), Danton’s Death (2011),Towards Tenderness (2016), On Call (2016), We (2021)

DREHBUCH: Alice Diop PRODUZENT:IN: Sophie Salbot KAMERA: Sarah Blum, Sylvain Verdet, Clément Alline SCHNITT: Amrita David

KONTAKTE PRODUKTION: AthénaÏse WELTVERTRIEB: Totem Films (hello@totem-films.com)

Wächterin, Die

Wächterin, Die

REGIE: Martina Priessner LAND: Deutschland JAHR: 2020 SPRACHE(N): Kurdisch, Türkisch, Turoyo UNTERTITEL: Deutsch, Englisch LÄNGE: 87 min

SEKTION: Internationales Forum

VORSTELLUNGEN

INHALT
Seit 18 Jahren lebt die syrisch-orthodoxe Nonne Dayrayto auf dem Anwesen einer Kirche in Zaz, einem verfallenen und verlassenen aramäischen Dorf im Südosten der Türkei. Seit Abuna, der Mönch, mit dem sie sich 14 Jahre zusammen um die Kirche kümmerte, vor vier Jahren gestorben ist, lebt Dayrayto mit einer Kuh, zwei Hunden, drei Katzen und ihren Hühnern alleine hier und ist den Bedrohungen schutzlos ausgeliefert.
Ihre Anwesenheit ist in der Region vielen ein Dorn im Auge. Anfeindungen von muslimischer Seite gab es schon immer, aber auch von ihrer eigenen Gemeinde erhält sie kaum Unterstützung. In letzter Zeit hat sich die Situation immer mehr zugespitzt und Dayrayto bangt um das Leben ihres Hundes Yumuş, von dem sie glaubt, er sei vergiftet worden.
Martina Priessner nähert sich Dayrayto behutsam und zurückhaltend, die Kamera ist immer in der Nähe und doch nie aufdringlich. So gelingt ihr das beeindruckende Portrait einer eigenwilligen Frau für das sie zurecht 2020 den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts bekam.

BIOGRAPHIE
Martina Priessner ist Dokumentarfilmemacherin, die in Berlin und Istanbul lebt, und seit vielen Jahren zur Deutsch-Türkischen Migration arbeitet. 2010 realisierte sie den Dokumentarfilm WIR SITZEN IM SÜDEN, der für den Grimme-Preis nominiert wurde. 2013 entstand der Found-Footage-Film EVERYDAY I’M ÇAPULING über die Gezi-Park-Proteste in Istanbul (NIHRFF 2013). Von 2008 bis 2010 arbeitete sie am Ballhaus Naunynstraße in Berlin als Dramaturgin und Kuratorin. In dieser Zeit kuratierte sie u.a. den Theaterparcours Kahvehane – Turkish Delight, German Fright? Anatolische Kaffeehäuser in Kreuzberg and Neukölln. Sie hat Stipendien von Nipkow, DEFA und der Kulturakademie Tarabya erhalten. Zuletzt hat sie als IPC-Mercator Fellow von September 2014 bis August 2015 am Istanbul Policy Center zu Sprache und Migration gearbeitet und den Film 650 WÖRTER realisiert. Ihr jüngster Film DIE WÄCHTERIN, ein Portrait über eine syrisch-orthodoxe Nonne im Südosten der Türkei, feierte seine Premiere bei DOK Leipzig 2020 im deutschen Wettbewerb. Er wurde mit dem Dokumentarfilmpreis des Goethe Instituts ausgezeichnet.

FILMOGRAPHIE
Die Rausur (2005), Die sechs Tage Adam und Eva (2008), 650 Wörter (2010), Everyday I’m çapuling (2013), Wir sitzen im Süden (2010), Die Wächterin (2020)

DREHBUCH: Martina Priessner PRODUZENT:IN: Friedemann Hottenbacher, Gregor Streiber KAMERA: Meryem Yavuz SCHNITT: Özlem Sarıyıldız

WEBSITE: https://www.inselfilm.de/de/

KONTAKTE PRODUKTION: inselfilm produktion (info@inselfilm.info) WELTVERTRIEB: inselfilm produktion GmbH (info@inselfilm.de) DEUTSCHER VERLEIH: inselfilm produktion GmbH (info@inselfilm.de)

Vater – Otac

Otac

REGIE: Srdan Golubović LAND: Serbien JAHR: 2020 SPRACHE(N): Serbisch UNTERTITEL: Deutsch LÄNGE: 120 min

SEKTION: Previews im Cinecittà

VORSTELLUNGEN

INHALT
Nachdem sein Arbeitgeber Nikola einfach nicht mehr bezahlt und seine Familie in Armut versinkt, übergießt sich seine Frau mit Benzin und zündet sich selbst an. Sie überlebt, doch das Sorgerecht für die Kinder wird ihnen entzogen. Auch nach erneuter Begutachtung des Jugendamtes wird Nikola für zu arm befunden, um ein gutes Lebensumfeld für seine beiden Kinder zu gewährleisten. Der Vater möchte dies nicht hinnehmen. Weil er kein Geld für den Bus hat, geht er die 300 Kilometer zum Ministerium in Belgrad zu Fuß, in der festen Überzeugung, dass seine Beschwerde etwas bewirken wird. Durch fremde Hilfe schafft er die Reise, doch mit dem Eintreffen im Ministerium ist der Kampf nicht vorbei. Nach einer wahren Begebenheit.
Bei der Berlinale 2020 gewann VATER – OTAC den Panorama-Publikumspreis für den besten Spielfilm.

BIOGRAPHIE
Srdan Golubović wurde 1972 in Belgrad, Serbien (ehemaliges Jugoslawien), geboren und studierte Theaterwissenschaften, während er mehrere Kurzfilme drehte. Zusammen mit anderen jungen Filmemachern gründete er die Produktionsfirma Baš Čelik. Im Jahr 2001 drehte er sein Spielfilmdebüt APSOLUTNIH STO, das auf mehreren internationalen Festivals mit Preisen ausgezeichnet wurde. Seine Filme KLOPKA und KRUGOVI wurden beide auf der Berlinale gezeigt. Er ist Dozent für Film- und Fernsehregie an der Universität der Künste in Belgrad.

FILMOGRAPHIE
Absolute Hundred (2001), The Trap (2007), Circles (2013), Father (2020)

DREHBUCH: Srdan Golubović, Ognjen Sviličić PRODUZENT:IN: Jelena Mitrovič, Čedomir Kolar, Alexander Ris, Marc Baschet, Danis Tanović, Boris T. Matić, Lana Matić, Danijel Hočevar, Amra bakšić Čamo, Adis Djapo KAMERA: Aleksandar Ilič SCHNITT: Petar Marković MIT: Goran Bogdan, Boris Isakovic, Nada Sargin

KONTAKTE PRODUKTION: ASAP Films (ckolar@noos.fr), Film House Bas Celik, Neue Mediopolis Filmproduktion, Propeler Film, SCCA/pro.ba (office@pro.ba), Vertigo Films ( prensa@vertigofilms.es) WELTVERTRIEB: The Match Factory (info@matchfactory.de) DEUTSCHER VERLEIH: Barnsteiner Film (britta.wilkening@barnsteiner-film.de )

Valley of Souls

Tantas almas

REGIE: Nicólas Rincón Gille LAND: Kolumbien, Belgien JAHR: 2019 SPRACHE(N): Spanisch UNTERTITEL: Deutsch, Englisch LÄNGE: 137 min

SEKTION: Internationales Forum

VORSTELLUNGEN

INHALT
Kolumbien 2002. Nach einem Überfall rechter Paramilitärs auf sein Dorf sind die Söhne des Fischers José verschwunden. Die Militärs haben sie entführt oder getötet und José bleibt nichts anderes übrig, als sich auf eine Fahrt den Fluss hinunter zu machen, in der Hoffnung wenigstens ihre toten Körper zu finden.
Nicolás Rincón Gille inszeniert den bedrückend schönen Film ganz im Sinne des magischen Realismus und Josés Odyssee erinnert mehr als einmal an den NIHRFF-Preisträger von 2019 LOS SILENCIOS. Ebenso wie dieser erzählt VALLEY OF SOULS von den Wunden des Bürgerkriegs, aber auch von der Solidarität der indigenen Gemeinschaften und der Kraft und dem Stolz, die daraus erwachsen. Die poetischen Bilder der Reise auf dem Fluss kombiniert Gille mit einer präzisen Darstellung des Lebens der Menschen vor Ort. Dabei konnte er auf die Recherchen für seine vielfach preisgekrönten Dokumentarfilme (u.a. Los abrazos del río, 2010) zurückgreifen, in denen er sich seit vielen Jahren mit unsichtbaren Opfern der staatlichen und paramilitärischen Gewalt in Kolumbien auseinandersetzt.

BIOGRAPHIE
Nicolás Rincón Gille studierte nach seinem Bachelor in Wirtschaftswissenschaften in Bogotá in Belgien an der insas. Er arbeitete als Kameramann an einigen Filmen und führte bei drei Kurzfilmen Regie, bevor er sein Trilogieprojekt „campo hablado“ startete, das sich dem Reichtum der oralen Überlieferungen in der kolumbianischen Landschaft widmet. Der erste Teil, THOSE WAITING IN THE DARK (2007) wurde mit dem Joris Ivens Award im Cinéma du Réel ausgezeichnet, gefolgt vom zweiten Teil, THE EMBRACE OF THE RIVER (2010), der beim Festival des 3 Continents mit dem Montgolfière d’Or-Preis ausgezeichnet wurde. WOUNDED NIGHT (2015) ist der letzte Teil der Trilogie und wurde von der Internationalen Jury des Cinéma de Réel mit einer lobenden Erwähnung und dem besten Film im kolumbianischen Wettbewerb bei ficci 2016 ausgezeichnet wurde. VALLEY OF SOULS ist sein erster Spielfilm.

FILMOGRAPHIE
Those Waiting in the Dark (2007), The Embrace of the River (2010), Wounded Night (2015), Valley of Souls (2019)

DREHBUCH: Nicólas Rincón Gille PRODUZENT:IN: Hector Ulloque Franco, Manuel Ruiz Montealegre KAMERA: Juan Sarmiento G. SCHNITT: Cedric Zoenen MIT: Arley de Jesús Carvallido Lobo

KONTAKTE PRODUKTION: Medio de Contención Producciones WELTVERTRIEB: Best Friend Forever Sales (sales@bffsales.eu)

Trans – I Got Life

Trans – I Got Life

REGIE: Doris Metz, Imogen Kimmel LAND: Deutschland, Russische Föderation, Vereinigte Staaten JAHR: 2021 SPRACHE(N): Deutsch, Englisch, Russisch UNTERTITEL: Deutsch LÄNGE: 95 min

SEKTION: Open Eyes 2021

INHALT
Transgender/Trans*-Menschen bezeichnet Menschen, deren Geschlechtsmerkmale nicht mit ihrem gefühlten Geschlecht, dem sogenannten Identitätsgeschlecht, übereinstimmen. TRANS – I GOT LIFE stellt sieben verschiedene Menschen vor, bei denen genau dies zutrifft. Sie erzählen offen von ihren persönlichen Erfahrungen mit ihrer Umwelt und den eigenen Identitätskonflikten. Neben den persönlichen Geschichten beleuchtet der Film auch die Möglichkeiten der modernen Medizin durch chirurgische Geschlechtsangleichung. TRANS – I GOT LIFE zeigt eindrücklich wie unterschiedlich die Wege zur Selbstverwirklichung aussehen können und macht deutlich, dass Geschlechter nicht mehr nur binär gedacht werden können.

BIOGRAPHIE
Doris Metz lebt und arbeitet in München. Sie ist in Oberstdorf/Allgäu aufgewachsen. Nach einem Studium in Neuerer deutscher Literaturwissenschaft, Linguistik und Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und einem SZ-Volontariat in Bonn und München war sie zehn Jahre lang Redakteurin und Autorin der Süddeutschen Zeitung im Bereich Medien und Innenpolitik und war nach der Wende als Reporterin in den neuen Bundesländern im Einsatz. Seit 1998 macht Doris Metz Kino-Dokumentarfilme und Fernsehfilme. Ihr Fokus liegt auf gesellschaftspolitischen Stoffen. Ihre Filme „Lesbos“ und „Kleine Eroberer“ wurden für den Grimme-Preis nominiert. Mit „Schattenväter“, einem Film über Matthias Brandt und Pierre Boom, die Söhne von Willy Brandt und DDR-Spion Günter Guillaume, drehte sie 2005 einen vielbeachteten Kinodokumentarfilm. 2017 gründete sie zusammen mit Imogen Kimmel die Kimmel & Metz Filmproduktion. „TRANS – I got Life“ ist für Doris Metz der dritte gemeinsame Kinofilm mit der Bildgestalterin Sophie Maintigneux. Seit 2016 ist Doris Metz im Rundfunkrat des WDR (stellvertretendes Mitglied) und von 2016 – 2020 war sie im Bundesvorstand der AG DOK.

Imogen Kimmel studierte zunächst Literatur an der FU Berlin, dann an HFF München Dokumentarfilm. Anschließend Postgraduate Studies an der NSFTV, Leeds, England. Dort dreht sie die internationale Co-Produktion SECRET SOCIETY – CLUB DER STARKEN FRAUEN (Kinospielfilm, Buch und Regie), eine britische Sozialkomödie mit Sumoringerinnen aus feministischer Perspektive. 2011 lebt sie als Artist in Residence in Phnom Penh, Kambodscha und realisiert u.a. ein Social Art Project im Rahmen des UN Rote Khmer Tribunal. Ihre Spielfilme laufen auf Filmfestivals weltweit. SECRET SOCIETY gewinnt den Publikumspreis in Créteil Films de Femmes, der Social Spot MOVE YOUR ASS gewinnt auf dem New York Filmfestival. ALL OUT AT SEA (Kurzfilm) läuft im Wettbewerb der Berlinale, in Tokio, Chicago u.a. Seit 2007 hat sie zahlreiche TV-Spielfilme und TV-Serien inszeniert. Als eine der Initiatorinnen von Pro Quote Regie setzt sie sich für die Gleichstellung von Regisseurinnen ein, lehrt als Professorin für Regie an der Macromedia in München und gründet 2017 mit Doris Metz die kimmel&metz Filmproduktion.

FILMOGRAPHIE
Doris Metz: Ich werde reich und glücklich (2002), Schattenväter (2005), Trans – I got Life (2021)
Imogen Kimmel: All out at sea (1995), Secret Society – Club der starken Frauen (2001), Trans – I got Life (2021)

DREHBUCH: Doris Metz, Imogen Kimmel PRODUZENT:IN: André Schäfer, Doris Metz, Imogen Kimmel KAMERA: Sophie Maintigneux SCHNITT: Frank Müller MUSIK: Gregor Schwellenbach MIT:

KONTAKTE PRODUKTION: Florianfilm, Kimmel & Metz Filmproduktion WELTVERTRIEB: New Docs (sales@newdocs.de) DEUTSCHER VERLEIH: mindjazz (office@mindjazz-pictures.de )

This is not a Burial, It’s a Resurrection

This is not a Burial, It’s a Resurrection

REGIE: Lemohang Jeremiah Mosese LAND: Lesotho, Italien, Südafrika JAHR: 2019 SPRACHE(N): Sesotho UNTERTITEL: Deutsch, LÄNGE: 120 min

SEKTION: Internationaler Wettbewerb

VORSTELLUNGEN

INHALT
Ein ungewöhnlicher, meditativer Klang wabert durch eine Bar. Es ist die Lesiba, das Musikinstrument des Erzählers, der uns wispernd eintauchen lässt in diese Geschichte, die sich in den malerischen Bergen Lesothos zugetragen hat: „Tretet näher heran, Kinderchen, seid guten Mutes. Denn dies ist kein Todesmarsch und auch keine Beerdigung. Es ist eine Auferstehung.“ In den Bergen Lesothos wünscht sich die alte Witwe Mantoa den Tod herbei und trifft Vorkehrungen, um wie ihre Vorfahren in dieser Erde begraben zu werden. Doch als die Bewohner:innen erfahren, dass ihr Dorf einem Stausee weichen und sie umsiedeln sollen, findet Mantoa neuen Lebenswillen und entfacht den kollektiven Geist des Widerstands in ihrer Gemeinde.
Regisseur Lemohang Jeremiah Mosese kommt selbst aus Lesotho und präsentiert mit seinem ersten langen Spielfilm ein filmisches wie erzählerisches Meisterwerk. Bildgewaltig lehnt er sich immer wieder an Formen des epischen Theaters von Bertolt Brecht an, eignet es sich an und transformiert es. An seiner Seite: die kürzlich verstorbene südafrikanische Schauspiellegende Mary Twala Mhlongo, die der Witwe Mantoa eine fast mythische Kraft verleiht. Ein Film wie ein leiser, ermutigender Schrei des Protests, erzählt in wuchtigen, traumhaft komponierten Bildern.

BIOGRAPHIE
Lemohang Jeremiah Mosese ist ein bildender Künstler aus Lesotho, der als Autodidakt zum Filmemachen kam und in Berlin lebt. Sein MOTHER, I AM SUFFOCATING. THIS IS MY LAST FILM ABOUT YOU wurde 2018 für den Final Cut in Venedig ausgewählt, wo er sechs Preise gewann. 2019 wurde er im Berlinale Forum uraufgeführt. Mosese war einer von drei Filmemachern, die für das Biennale College Cinema ausgewählt wurden. 2019 feierte sein Spielfilm THIS IS NOT A BURIAL, IT’S A RESSURECTION in diesem Rahmen bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig Premiere. Mosese ist ein Alumnus der Berlinale Talents (2011), Focus Features Africa first (2012), Realness African Screenwriting Residency (2017) und The Cinefondation’s Atelier (2019).

FILMOGRAPHIE
Tears of Blood (2007), Loss of Innocence (2008), Mother, I Am Suffocating. This Is My Last Film About You (2019), This Is Not a Burial, It’s a Resurrection (2019)

DREHBUCH: Lemohang Jeremiah Mosese PRODUZENT:IN: Cait Pansegrouw, Elias Ribeiro KAMERA: Pierre De Villiers SCHNITT: Lemohang Jeremiah Mosese MUSIK: Yu Miyashita MIT: Mary Twala, Jerry Mofokeng, Makhaola Ndebele, Tseko Monaheng

WEBSITE: https://www.trigon-film.org/de/movies/this_is_not_a_burial

KONTAKTE PRODUKTION: Urucu Media (er@urucumedia.com) WELTVERTRIEB: Memento Films International (MFI) (sales@memento-films.com) DEUTSCHER VERLEIH: Trigon-film (film@trigon-film.org)

Souad

Souad

REGIE: Ayten Amin LAND: Ägypten, Tunesien, Deutschland JAHR: 2021 SPRACHE(N): Arabisch UNTERTITEL: Deutsch, Englisch LÄNGE: 96 min

SEKTION: Internationales Forum

VORSTELLUNGEN

INHALT
„Wie viele Identitäten können wir leben – in den Augen einer Zufallsbekanntschaft im Linienbus, im geschützten Kreis bester Freund:innen, in Bildern auf Social Media? Die 19-jährige Ägypterin Souad steht am Anfang ihres Erwachsenenlebens. In ihrem Alltag kämpfen die Lust am Ausloten neuer Freiräume mit den Erwartungen von Gesellschaft, Familie und Glaubensgemeinschaft, die sie verinnerlicht hat. Einerseits inszeniert sie am Smartphone heimlich ihr weltgewandtes Alter Ego und sucht online romantische Verbindungen, andererseits ist sie fleißige Studentin, gehorsame Tochter und große Schwester. Als sich Souads Vorstellungen von einem selbstbestimmten Leben zerschlagen, löst sich das geschäftige Rauschen ihrer widersprüchlichen Realitäten auf. Es gibt den Blick frei auf die Begegnung zweier Menschen, die nichts verbindet als ihre Beziehung zu Souad. Womöglich wird Souad erst jetzt, in dieser Begegnung, greifbar. Mit stilsicheren Tempiwechseln, im kunstvollen Kontrast von Verdichtung und Entschleunigung und mit großer Nähe zu ihren Figuren erzählt Ayten Amin von der Sehnsucht danach, einen anderen Menschen zu kennen und selbst erkannt zu werden.“ (Quelle: Berlinale, Panorama).
Mit diesem wunderbaren Spielfilm, der manchmal einen fast dokumentarischen Charakter hat, gelingt Ayten Amin ein höchst stimmiges Porträt einer jungen Generation in Ägypten und das komplexe feministische Sittengemälde eines Landes zwischen Tradition und Aufbruch.

BIOGRAPHIE
Ayten Amin wurde 1978 in Alexandria, Ägypten geboren. Sie studierte Filmkritik bei der Egyptian Cinema Writers and Critics Association und anschließend Film im Art Lab der American University in Kairo. Ihr Abschlussfilm HER MAN basierte auf einer Kurzgeschichte der ägyptischen Schriftstellerin Ahdaf Soueif und wurde beim Kurzfilmfestival Clermont-Ferrand in Frankreich und auf vielen weiteren Festivals gezeigt. Der Film TAHRIR 2011, den sie als Co-Regisseurin realisierte, wurde in Venedig uraufgeführt. Ihr Langfilmdebüt VILLA 69 wurde auf dem Abu Dhabi Film Festival, in Malmö und in Cannes gezeigt.

FILMOGRAPHIE
Her Man (2006), Spring 89 (2009), Tahrir 2011: The Good, the Bad and the Politician (2011), Villa 69 (2013), Souad (2021)

DREHBUCH: Mahmoud Ezzat, Ayten Amin PRODUZENT:IN: Sameh Awad KAMERA: Maged Nader SCHNITT: Khaled Moeit MUSIK: MIT: Bassant Ahmed, Basmala Elghaiesh, Hussein Ghanem, Hager Mahmoud

KONTAKTE PRODUKTION: Vivid Reels WELTVERTRIEB: Best Friend Forever Sales (sales@bffsales.eu)

Radiograph of a Family

Radiograph of a Family

REGIE: Firouzeh Khosrovani LAND: Norwegen, Iran, Schweiz JAHR: 2020 SPRACHE(N): Farsi, Französisch UNTERTITEL: Deutsch, Englisch LÄNGE: 82 min

SEKTION: Internationales Forum

VORSTELLUNGEN

INHALT
Die iranische Regisseurin Firouzeh Khosrovani erlebt die islamische Revolution inmitten ihrer elterlichen Wohnung. Ihr Vater ist ein weltgewandter, sekular aufgewachsener Mann, der in der Schweiz Radiologie studierte, klassische Musik, die schönen Künste und das intellektuelle Leben liebt. Ihre Mutter ist 20 Jahre jünger, unerfahren und religiös.
Die beiden heiraten in den 1960er Jahren. Sie zieht zu ihm nach Europa, doch die junge Frau ist unglücklich in der Fremde, die ihr zügellos und unmoralisch erscheint. Hochschwanger kehrt sie mit ihrem Mann in den Iran zurück und findet dort ihre Erfüllung in der Religion und schließlich in der iranischen Revolution. Der lebenslustige Vater zieht sich immer mehr in die Arbeit und sein Privat-Zimmer zurück. Die Machtverhältnisse kippen. Statt Partys werden im Haus nun religiöse Zusammenkünfte zelebriert und der gerahmte Druck von Velazquez‘ nackter Venus weicht Bildnissen des Imam Ali. Zwischen all dem wächst Firouzeh auf, hin- und hergerissen zwischen den beiden Elternteilen, die sich diametral gegenüber stehen.
Inhaltlich hochspannend, künstlerisch reif und mit großer emotionaler Tiefe konstruiert Khosrovani diese Familiengeschichte, die für ein ganzes Land stehen kann, aus persönlichen Foto- und Filmarchiven, einer clever montierten Tonspur und ihrem eigenen Kommentar.

BIOGRAPHIE
Firouzeh Khosrovani wurde in Teheran geboren und zog nach Italien, um ihr künstlerisches Studium an der Accademia di Belle Arti di Brera fortzusetzen. Nach ihrem Abschluss 2002 kehrte sie in den Iran zurück und machte ihren Master in Journalismus. Heute lebt sie zwischen Teheran und Rom. Ihr Debütfilm LIFE TRAIN (2004) ist ein Dokumentarfilm über die „Spiel“-Therapie für die traumatisierten Kinder des Erdbebens in Bam. 2007 drehte sie ROUGH CUT, einen Film über verstümmelte Plastikpuppen in den Schaufenstern von Teheran, der dreizehn internationale Filmfestivalpreise gewann. Ihr letztes Werk, FEST OF DUTY, begleitet zwei heranwachsende Mädchen beim Übergang ins Erwachsenenalter, acht Jahre nach ihrem offiziellen „Fest of Duty.“ Der Film wurde 2014 bei der IDFA mit dem Oxfam Award ausgezeichnet.

FILMOGRAPHIE
Life Train (2004), Rough Cut (2007), A thousand and one Irans (2010), Espelho meu (2011), Iran, Unveiled and veiled Again (2012), Profession: Documentarist (2014), Fest of Duty (2014), Radiograph of a family (2020)

DREHBUCH: Firouzeh Khosrovani PRODUZENT:IN: Fabien Greenberg, Bård Kjøge Rønning KAMERA: Mohammad Reza Jahanpanah SCHNITT: Farahnaz Sharifi, Rainer Maria Trinkler MUSIK: Peyman Yazdanian

WEBSITE: https://www.radiographofafamily.com

KONTAKTE PRODUKTION: Antipode Films WELTVERTRIEB: Taskovski Films Ltd. (festivals@taskovskifilms.com)