In the Name of Scheherazade or the First Beergarden in Tehran

In the Name of Scheherazade or the First Beergarden in Tehran

REGIE: Narges Kalhor LAND: Iran, Deutschland JAHR: 2019 SPRACHE(N): Deutsch, Englisch, Persisch UNTERTITEL: Deutsch, Englisch LÄNGE: 75 min

SEKTION: Internationales Forum

VORSTELLUNGEN

INHALT
Die Münchner Filmstudentin Narges muss ihren Abschlussfilm drehen – am liebsten möchte man an der Filmhochschule von ihr „was aus ihrer Heimat Iran, was Politisches“ sehen. Narges verwendet darum Ausschnitte aus ihrem ersten Film an der Filmhochschule in Teheran, einer politisch aufgeladenen Allegorie über Fliegen in einer Fabrik. Dazu schneidet sie Ausschnitte der Performance einer ‚Migrantin‘, ein Gespräch mit der ersten Iranerin, die in Deutschland Brauwesen studiert hat, aber jetzt keinen Job findet. Sowie die Begleitung eines schwulen syrischen Flüchtlings zum Interview und eine Scherenschnitt-Legende von 1001 Nacht. Doch all das scheint nicht zu genügen, denn aus dem Off schaltet sich immer wieder die Stimme ihres Betreuers ein, der die Bemühungen der jungen Filmemacherin kritisiert.
Im zweiten Teil präsentiert Narges dann den Film, der anscheinend gewünscht wird: statt Fragmentierung übernimmt hier eine flüssige Narration, die das Projekt eines Biergartens in Teheran verfolgt. Experten erzählen vom Bierbrauen, die Brauerin pitcht ihr Projekt – selbst die Scherenschnitt-Legende läuft auf den Mythos zu, dass das Bierbrauen im Iran erfunden wurde. Das Alles ist natürlich fake – die ‚echte‘ Narges Kalhor nimmt hier die exotisierenden Erwartungen, die an eine iranische Regisseurin in Deutschland gestellt werden, aufs Korn. Das macht sie intelligent, verspielt, voller Humor und doch auch mit einer Prise Ironie und Bitterkeit, die diesen Film so sehenswert machen.

BIOGRAPHIE
Narges Kalhor wurde 1984 in Teheran, Iran, geboren. Sie studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film in Teheran. Als sie 2009 mit ihrem systemkritischen Kurzfilm DIE EGGE aus dem Iran nach Nürnberg zum Internationalen Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte kommt, muss sie in Deutschland politisches Asyl beantragen. Von 2010 bis 2019 studierte sie in der Abteilung Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der Hochschule für Fernsehen und Film München. IN THE NAME OF SCHEHERAZADE ODER DER ERSTE BIERGARTEN IN TEHERAN ist ihr Abschlussfilm.

FILMOGRAPHIE
Die Egge (2008), München-Teheran (2011), SHOOT ME! (2013), KAFAN (2014), Lavaschak (2015), In the Hills (2016), Gis (2016), In the Name of Scheherazade or the First Beergarden in Tehran (2019)

DREHBUCH: Narges Kalhor, Aydin Alinejad PRODUZENT:IN: Nicholas Coleman KAMERA: Julia Swoboda SCHNITT: Frank Müller MUSIK: Yorgia Karidi MIT: Ali Abusaiedi, Tahmineh Dokhani, Faezeh Nikoozad, Narges Kalhor

WEBSITE: www.nargeskalhor.de

KONTAKTE PRODUKTION: Oasys Digital Post Production GmbH (info@oasysdigital.com) WELTVERTRIEB: Cinélibre