LAND: Deutschland JAHR: 2025 LÄNGE: 96 min
FSK: ab 12 EMPFOHLEN AB: 8. Klasse
REGIE: Martina Priessner
SPRACHE(N): Deutsch, Türkisch
UNTERTITEL: Deutsch
PRODUZENT*IN: Friedemann Hottenbacher, Gregor Streiber
DREHBUCH: Martina Priessner
SCHNITT: Maja Tennstedt
KAMERA: Ayşe Alacakaptan, Julia Geiß
MUSIK: Derya Yıldırım
Vorstellungen
Filmgespräch mit Regisseurin Martina Priessner
Inhalt
Im November 1992 zerstörte der rassistische Brandanschlag von Mölln das Leben von İbrahim Arslan und seiner Familie. Der damals siebenjährige İbrahim überlebte, verlor aber seine Schwester, seine Cousine und
seine Großmutter. Die Stadt Mölln erhielt hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, die jedoch nie bei der Familie ankamen. DIE MÖLLNER BRIEFE folgt İbrahim bei der Entdeckung dieser Briefe und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasser*innen. Zugleich zeichnet er ein komplexes Porträt des anhaltenden Traumas, das İbrahim und seine Geschwister bis heute beeinträchtigt. Der Film beleuchtet nicht nur die Erfahrungen der Überlebenden und ihre persönlichen Erinnerungen, sondern zeigt auch strukturellen Rassismus auf und hinterfragt dominante Praxen von Erinnerungskultur.
„DIE MÖLLNER BRIEFE zeigt, was Menschlichkeit in dunklen Zeiten bewirken kann. In der heutigen Welt, in der sich viele so hilflos fühlen, zeigt er auf, wie eine ganz kleine Geste – das Briefeschreiben – bei den Betroffenen Großes bewirken kann.“ Jurybegründung des Amnesty International Filmpreises
#Solidarität #Rassissmus #Erinnerungskultur
Regie

Martina Priessner
Biografie
Martina Priessner ist Autorin und Regisseurin, die in Berlin und Istanbul lebt, und seit vielen Jahren zur Deutsch-Türkischen Migration arbeitet. 2010 realisierte sie den Dokumentarfilm WIR SITZEN IM SÜDEN, der für den Grimme-Preis nominiert wurde. 2013 entstand der Found-Footage-Film EVERYDAY I’M ÇAPULING über die Gezi-Park-Proteste in Istanbul.Von September 2014 bis August 2015 realisierte sie als IPC-Mercator Fellow am Istanbul Policy Center den Film 650 WÖRTER über Migration und Sprache. 2020 feiert ihr Dokumentarfilm DIE WÄCHTERIN, ein Portrait über eine syrisch-orthodoxe Nonne im Südosten der Türkei, seine Weltpremiere bei DOK LEIPZIG 2020, wo er mit dem Dokumentarfilmpreis des Goethe Instituts ausgezeichnet wurde. Sie ist Stipendiatin von Nipkow, DEFA und der Kulturakademie Tarabya.
Filmografie
Die Rasur (2005), Wir sitzen im Süden (2010), Everyday I’m çapuling (2013, NIHRFF 2023), 650 Wörter (2015), Die Wächterin (2020, NIHRFF 2021), Die Möllner Briefe (2025)
Links / Kontakte
WEBSEITE: https://www.realfictionfilme.de/die-moellner-brief.html
INSTAGRAM: @die_moellner_briefe
PRODUKTION: inselfilm produktion
DEUTSCHER VERLEIH: Juliane Teut, Real Fiction Filmverleih






