15.10. – 22.10.2025

Die Möllner Briefe

Die Möllner Briefe

Open Eyes 2025

LAND: Deutschland JAHR: 2025 LÄNGE: 96 min

FSK: ab 12 EMPFOHLEN AB: 8. Klasse

REGIE: Martina Priessner

SPRACHE(N): Deutsch, Türkisch

UNTERTITEL: Deutsch

PRODUZENT*IN: Friedemann Hottenbacher, Gregor Streiber

DREHBUCH: Martina Priessner

SCHNITT: Maja Tennstedt

KAMERA: Ayşe Alacakaptan, Julia Geiß

MUSIK: Derya Yıldırım

Vorstellungen

Filmgespräch mit Regisseurin Martina Priessner

Inhalt

Im November 1992 zerstörte der rassistische Brandanschlag von Mölln das Leben von İbrahim Arslan und seiner Familie. Der damals siebenjährige İbrahim überlebte, verlor aber seine Schwester, seine Cousine und
seine Großmutter. Die Stadt Mölln erhielt hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, die jedoch nie bei der Familie ankamen. DIE MÖLLNER BRIEFE folgt İbrahim bei der Entdeckung dieser Briefe und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasser*innen. Zugleich zeichnet er ein komplexes Porträt des anhaltenden Traumas, das İbrahim und seine Geschwister bis heute beeinträchtigt. Der Film beleuchtet nicht nur die Erfahrungen der Überlebenden und ihre persönlichen Erinnerungen, sondern zeigt auch strukturellen Rassismus auf und hinterfragt dominante Praxen von Erinnerungskultur.

„DIE MÖLLNER BRIEFE zeigt, was Menschlichkeit in dunklen Zeiten bewirken kann. In der heutigen Welt, in der sich viele so hilflos fühlen, zeigt er auf, wie eine ganz kleine Geste – das Briefeschreiben – bei den Betroffenen Großes bewirken kann.“ Jurybegründung des Amnesty International Filmpreises

#Solidarität #Rassissmus #Erinnerungskultur

Regie

Martina Priessner

Biografie

Martina Priessner ist Autorin und Regisseurin, die in Berlin und Istanbul lebt, und seit vielen Jahren zur Deutsch-Türkischen Migration arbeitet. 2010 realisierte sie den Dokumentarfilm WIR SITZEN IM SÜDEN, der für den Grimme-Preis nominiert wurde. 2013 entstand der Found-Footage-Film EVERYDAY I’M ÇAPULING über die Gezi-Park-Proteste in Istanbul.Von September 2014 bis August 2015 realisierte sie als IPC-Mercator Fellow am Istanbul Policy Center den Film 650 WÖRTER über Migration und Sprache. 2020 feiert ihr Dokumentarfilm DIE WÄCHTERIN, ein Portrait über eine syrisch-orthodoxe Nonne im Südosten der Türkei, seine Weltpremiere bei DOK LEIPZIG 2020, wo er mit dem Dokumentarfilmpreis des Goethe Instituts ausgezeichnet wurde. Sie ist Stipendiatin von Nipkow, DEFA und der Kulturakademie Tarabya.

Filmografie

Die Rasur (2005), Wir sitzen im Süden (2010), Everyday I’m çapuling (2013, NIHRFF 2023), 650 Wörter (2015), Die Wächterin (2020, NIHRFF 2021), Die Möllner Briefe (2025)

Links / Kontakte

PRODUKTION: inselfilm produktion

DEUTSCHER VERLEIH: Juliane Teut, Real Fiction Filmverleih