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Klimakrise und Kolonialismus
Der Film THE BATTLE FOR LAIKIPIA zeigt eindrücklich, wie das Erbe des Kolonialismus noch immer die Geschicke in Ländern des globalen Südens bestimmt. So sind die Besitzverhältnisse in Kenia noch immer geprägt von der Kolonialzeit: Weiße Viehzüchter*innen und Naturschützer*innen besitzen das fruchtbare Land mit Zugang zu Wasser, nomadische indigene Viehhirten müssen versuchen, auch in Zeiten extremer Dürre mit dem wenigen auszukommen, was jenseits der Zäume wächst. Die Klimakrise verschärft diese Konflikte um ein Vielfaches. Dabei sind es die Länder des Globalen Nordens, die für mehr als zwei Drittel der historischen Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Zugleich sind die Länder des Globalen Südens zwei bis drei Mal verletzlicher gegenüber Klimawandelfolgen. Aktuelle Lösungsansätze verstärken diese Ungleichheit häufig weiter.
Diese Verschränkungen von Klimakrise und Kolonialismus diskutieren Karin Zennig (Expertin für Klimagerechtigkeit bei medico international) und Oluwatoyin Adejonwo (Senior Lecturer in der Abteilung für öffentliches Recht an der Universität Lagos und Mitherausgeberin des Buches „Climate Change Justice and Human Rights: An African Perspective). Es moderiert die Kulturanthropologin Ramona Lenz.

Sonntag, 19.10., Festsaal, Beginn der Filmvorstellung: 18:15 Uhr
Beginn der Diskussion: 20:00 Uhr, Eintritt frei
Die Veranstaltung findet in englischer und deutscher Sprache mit Simultandolmetschung statt.
Auf dem Podium:








