Evidence
LAND: USA JAHR: 2025 LÄNGE: 76 min
REGIE: Lee Anne Schmitt
SPRACHE(N): Englisch
UNTERTITEL: Deutsch
PRODUZENT*IN: Lee Anne Schmitt
DREHBUCH: Lee Anne Schmitt
SCHNITT: Lee Anne Schmitt
KAMERA: Lee Anne Schmitt
MUSIK: Jeff Parker
Vorstellungen
Inhalt
„Wenn Du ein Junge wärest, würdest Du genau wie Dein Vater aussehen.“ Das bekommt Lee Anne Schmitt als kleines Kind von ihrer Tante zu hören. Mehrere Jahrzehnte später dreht Schmitt einen Film, in dem sie das Erbe ihres Vaters entschieden zurückweist. Denn der war für die Olin Corporation tätig, einen Chemiekonzern, dessen Produkte einerseits für zahlreiche Umweltschäden verantwortlich sind und der andererseits Teil eines Lobbynetzwerks war, das jene reaktionären politischen Kräfte unterstützte, die in den USA in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr an Einfluss gewonnen haben. EVIDENCE wird getragen von einer stillen, fast kontemplativen politischen Wut.
Auf körnigem 16-mm-Material gedreht, entfaltet der essayistische Dokumentarfilm gleich drei ineinandergreifende Geschichten: die Familiengeschichte der Schmitts, die Firmenchronik der Olin Corporation und eine Geschichte der jüngeren amerikanischen Rechten. Schmitts desillusionierter Voice-Over, Naturimpressionen sowie Aufnahmen von Kinderspielzeug und vergilbten Familienfotos fügen sich zum Mosaik eines zunehmend unlesbaren Landes.
Regie

Lee Anne Schmitt
Biografie
Lee Anne Schmitt ist eine in Los Angeles lebende, US-amerikanische Filmemacherin und Künstlerin, deren Arbeiten politische Theorie, persönliche Erfahrung und Landschaft miteinander verbinden. Mit essayistischen Filmen wie CALIFORNIA COMPANY TOWN, PURGE THIS LAND und ihrem neuesten Werk EVIDENCE untersucht sie Themen wie amerikanischen Exzeptionalismus, Arbeit und Nützlichkeit, Gesten der Freundlichkeit und des Widerstands sowie die Spuren politischer Systeme in Objekten und Landschaften.
Ihre Werke wurden unter anderem im MoMA New York, im Getty Museum, im Centre Pompidou und auf Festivals wie der Viennale, CPH:DOX, Oberhausen, Rotterdam und FID Marseille gezeigt. Schmitt wurde mit dem Guggenheim Fellowship sowie mit Preisen der Graham Foundation und Creative Capital ausgezeichnet.
Filmografie
Auswahl: California Company Town (2008), The Last Buffalo Hunt (2012), Purge This Land (2018), Farnsworth Scores (2019), Cry Love (2024), Evidence (2025)





