15.10. – 22.10.2025

LAND: USA JAHR: 2025 LÄNGE: 76 min

REGIE: Lee Anne Schmitt

SPRACHE(N): Englisch

UNTERTITEL: Deutsch

PRODUZENT*IN: Lee Anne Schmitt

DREHBUCH: Lee Anne Schmitt

SCHNITT: Lee Anne Schmitt

KAMERA: Lee Anne Schmitt

MUSIK: Jeff Parker

Inhalt

„Wenn Du ein Junge wärest, würdest Du genau wie Dein Vater aussehen.“ Das bekommt Lee Anne Schmitt als kleines Kind von ihrer Tante zu hören. Mehrere Jahrzehnte später dreht Schmitt einen Film, in dem sie das Erbe ihres Vaters entschieden zurückweist. Denn der war für die Olin Corporation tätig, einen Chemiekonzern, dessen Produkte einerseits für zahlreiche Umweltschäden verantwortlich sind und der andererseits Teil eines Lobbynetzwerks war, das jene reaktionären politischen Kräfte unterstützte, die in den USA in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr an Einfluss gewonnen haben. EVIDENCE wird getragen von einer stillen, fast kontemplativen politischen Wut.

Auf körnigem 16-mm-Material gedreht, entfaltet der essayistische Dokumentarfilm gleich drei ineinandergreifende Geschichten: die Familiengeschichte der Schmitts, die Firmenchronik der Olin Corporation und eine Geschichte der jüngeren amerikanischen Rechten. Schmitts desillusionierter Voice-Over, Naturimpressionen sowie Aufnahmen von Kinderspielzeug und vergilbten Familienfotos fügen sich zum Mosaik eines zunehmend unlesbaren Landes.

Regie

Lee Anne Schmitt

Biografie

Lee Anne Schmitt ist eine in Los Angeles lebende, US-amerikanische Filmemacherin und Künstlerin, deren Arbeiten politische Theorie, persönliche Erfahrung und Landschaft miteinander verbinden. Mit essayistischen Filmen wie CALIFORNIA COMPANY TOWN, PURGE THIS LAND und ihrem neuesten Werk EVIDENCE untersucht sie Themen wie amerikanischen Exzeptionalismus, Arbeit und Nützlichkeit, Gesten der Freundlichkeit und des Widerstands sowie die Spuren politischer Systeme in Objekten und Landschaften.
Ihre Werke wurden unter anderem im MoMA New York, im Getty Museum, im Centre Pompidou und auf Festivals wie der Viennale, CPH:DOX, Oberhausen, Rotterdam und FID Marseille gezeigt. Schmitt wurde mit dem Guggenheim Fellowship sowie mit Preisen der Graham Foundation und Creative Capital ausgezeichnet.

Filmografie

Auswahl: California Company Town (2008), The Last Buffalo Hunt (2012), Purge This Land (2018), Farnsworth Scores (2019), Cry Love (2024), Evidence (2025)

Links / Kontakte

WELTVERTRIEB: Lee Anne Schmitt

DEUTSCHER VERLEIH: Gesa Knolle, Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V.