The Coriolis Effect
LAND: Niederlande, Norwegen JAHR: 2025
LÄNGE: 110 min
REGIE: Petr Lom
SPRACHE(N): Portugiesisch, Cape Verdean Creole
UNTERTITEL: Englisch
PRODUZENT*IN: Corinne van Egeraat
SCHNITT: Gys Zevenbergen
KAMERA: Petr Lom, Runar Jarle Wiik
MUSIK: Vasco Martins
Vorstellungen
Inhalt
Kap Verde ist das buchstäbliche und metaphorische Epizentrum unserer Welt, die außer Kontrolle geraten ist. Es ist der Ort, an dem einige der stärksten Wirbelstürme der Welt geboren werden. Die Hurrikane werden durch den Coriolis-Effekt verursacht: Durch die Erdrotation werden die Passatwinde, die zwischen den Inseln wehen, so umgelenkt, dass sie zu Stürmen werden. Dieser Effekt wird durch die globale Erwärmung und den Anstieg der Meerestemperaturen noch verstärkt, wodurch die Hurrikane noch verheerender werden. Dadurch leiden die Inseln paradoxerweise auch an einer nie dagewesenen Dürre, die Menschen und Tiere vor größte Herausforderungen stellt.
THE CORIOLIS EFFECT wendet sich denjenigen zu, die zu helfen versuchen. Ein Naturforscher kümmert sich um Meeresschildkröten, die durch Fischernetze verstümmelt wurden. Junge Umweltschützer*innen entfernen in einer Sisyphusarbeit den Müll, der unaufhörlich aus dem Meer angeschwemmt wird. Doch der Mensch steht nicht im Mittelpunkt dieses lyrischen und bildgewaltigen Films. Hier sind alle Lebewesen gleichermaßen von Bedeutung, ihr Leben heilig. Dieser politische wie ästhetische Ansatz könnte uns einen Ausweg aus unserer misslichen Lage zeigen, wenn wir nur unsere anthropomorphe Hybris hinter uns lassen könnten …
Regie

Petr Lom
Biografie
Petr Lom wurde in Prag geboren, wuchs in Kanada auf und lebt heute in den Niederlanden. Er promovierte in Harvard im Fach Politische Philosophie und war außerordentlicher Professor für Menschenrechte und Philosophie an der Central European University von George Soros. Im Jahr 2003 gab er seine Universitätskarriere auf, um sich als unabhängiger Dokumentarfilmregisseur und -produzent auf Menschenrechtsfilme zu spezialisieren.
Seine preisgekrönten Filme wurden in über dreißig Ländern ausgestrahlt und auf mehr als 250 Filmfestivals weltweit gezeigt, darunter das Sundance Film Festival und die Berlinale. 2005 gewann der den Internationalen Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte mit BRIDE KIDNAPPING IN KYRGYZSTAN.
Filmografie
Auswahl: Birde Kidnapping in Kyrgyzstan (2004, NIHRFF 2005), On a Tightrope (2007, NIHRFF 2007), Letters to the President (2009, NIHRFF 2009), Back to the Square (2012, NIHRFF 2013), Burma Storybook (2017), Letter to San Zaw Htway (2021), I Am the River, the River Is Me (2024), The Coriolis Effect (2025)





