Rabin, the Last Day

Rabin, the Last Day

REGIE: Amos Gitai   LAND: Israel, Frankreich   JAHR: 2015   SPRACHE(N): Hebräisch   UNTERTITEL: Englisch   LÄNGE: 153 min  

VORSTELLUNGEN

Sonntag, 01.10., 17.00 Uhr, Festsaal
Mittwoch, 04.10., 20.15 Uhr, Festsaal

SEKTION: Internationales Forum

Im Stil eines Polit-Thrillers rekonstruiert Amos Gitai den letzten Tag im Leben des ermordeten israelischen Premierministers Yitzhak Rabin und kombiniert meisterhaft inszenierte re-enactments eines Gerichtsprozesses mit authentischem Bildmaterial des Attentats und seinen Folgen. So entstand die überaus spannende Rekonstruktion eines Mordes, der bis heute noch nachwirkt.
Am Abend des 4. Novembers 1995 wird der israelische Premierminister Yitzhak Rabin nach einer großen politischen Kundgebung im Zentrum von Tel-Aviv erschossen. Wie sich herausstellt, ist der Mörder ein 25jähriger strenggläubiger Jude, der noch am Tatort gefasst wird. Die Ermittlungen dieses brutalen Attentats bringen dunkle Abgründe und Missstände ans Licht. Schon vor dem Mord entwickelte sich eine ganze Hassbewegung, befeuert aus dem rechten und extremistischen Lager, das heute die Regierung des Landes stellt, sowie von strenggläubigen Juden. Hysterische Rhetorik, Paranoia und politische Intrigen bildeten den Nährboden für den Mord und bestimmen heute das politische Geschehen in Israel. RABIN THE LAST DAY ist eine Hommage an Friedensnobelpreisträger Yitzhak Rabin, die Licht auf schwelenden Hass in der israelischen Gesellschaft wirft und die israelische Rechte frontal angreift.

AMOS GITAI
Amos Gitaiwurde 1950 in Haifa, Israel, geboren. Er lebt und arbeitet in Paris und Haifa und ist als Filmemacher hauptsächlich durch seine Dokumentar- und Spielfilme, die sich mit dem Mittleren Osten und dem jüdisch-arabischen Konflikt beschäftigen, bekannt geworden. Er studierte Architektur in Haifa und Berkeley. 1973 musste er sein Studium während des Yom-Kippur-Kriegs unterbrechen, da er in den Reservedienst einer Rettungshubschrauber-Staffel eingezogen wurde. Während seines Militärdienstes nahm er die Kämpfe auf und markierte damit die Anfänge seiner Laufbahn als Filmemacher. Bis heute hat er über 44 Jahre hinweg 90 Arbeiten geschaffen, die weltweit auf Filmfestivals zu sehen waren und in mehreren Retrospektiven gezeigt wurden.

FILMOGRAFIE
Esther (1985), Kippur (2000), Promised Land (2004), Free Zone (2005), Rabin, the Last Day (2015)

DREHBUCH: Amos Gitai, Marie-José Sanselme   PRODUZENT_IN: Amos Gitai, Jean-Baptiste Dupont, Laurent Truchot, Sylvie Pialat, David Kessler   KAMERA: Eric Gautier   SCHNITT: Yuval Orr, Tahel Sofer, Isabelle Ingold   MUSIK: Amit Poznansky   MIT: Yitzhak Hiskiya, Yael Abecassis, Tomer Sisley

WEBSITE

PRODUKTION: Agav Films, Les Films du Worso, France 2 Cinema, Orange Studio, Hamon Hafakot   WELTVERTRIEB: Martin Gondre, Indie Sales   DEUTSCHER VERLEIH: