Land Rush – Film und Gespräch mit Ilija Trojanow

Land Rush – Film und Gespräch mit Ilija Trojanow

REGIE: Hugo Berkeley, Osvalde Lewat   LAND: Mali, Vereinigte Staaten   JAHR: 2012   SPRACHE(N): Englisch, Französisch   UNTERTITEL: Englisch   LÄNGE: 58 min  

VORSTELLUNGEN
Sonntag, 04.10., 19.00 Uhr, Festsaal, im Anschluss Gespräch mit Ilija Trojanow

SEKTION: International Forum

Land Rush (Mali 2012, 58 min, dF, Regie: Hugo Berkeley, Osvalde Lewat) erzählt von der Zerstörung von Lebensgrundlagen in Mali. Getarnt als Entwicklungsvorhaben will sich ein multinationales Agrokonsortium Teile des fruchtbaren Niger-Ufers als Flächen für die globale Zuckerproduktion einverleiben. Das Projekt scheitert am Widerstand der Menschen und schließlich infolge des Putschs in Mali. Die Lage der Menschen aber bleibt prekär. Mit den Dumping-Preisen für Nahrungsmittel aus Europa können sie nicht mithalten.
Das Gespräch im Anschluss an den Film mit dem Schriftsteller Ilija Trojanow rückt die Folgen solcher ‚Wirtschaftszusammenarbeit‘ in den Fokus: Warum machen sich Leute auf den Weg? Was treibt Flucht und Migration an? Was wäre zu tun, um der anhaltenden Zerstörung von Lebensgrundlagen Einhalt zu gebieten? Ilija Trojanow, dessen Weltensammler zu einem international gefeierten Bestseller wurde, hat Mali viele Male bereist. Im September erscheint sein neuer Roman Macht und Widerstand.
Trojanow gehört dem Kuratorium der
Stiftung medico international an.

HUGO BERKELEY, OSVALDE LEWAT

Osvalde Lewat ist eine preisgekrönte Regisseurin aus Kamerun, die sich auf politische und soziale Themen spezialisiert hat. Sie drehte unter anderem die Dokumentation THE PEACE PIPE OF HOPE, in dem sie US-amerikanische Ureinwohner zeigt, die sich gegen die Stereotype zur Wehr setzen, die ihnen von der US-amerikanischen Mehrheitsgesellschaft aufgezwungen werden. In LOVE DURING WAR widmet sie sich dem Thema sexuelle Gewalt im Kongo und in BLACK BUSINESS deckt sie die Machenschaften einer Sondereinheit in Kamerun auf, die für den Tod und das Verschwinden von tausenden Zivilisten verantwortlich ist. Ihre Filme rücken ausnahmslos Ungerechtigkeiten in den Mittelpunkt.

Hugo Berkeley arbeitet als Regisseur und Produzent an Dokumentarfilmen und Fernsehsendungen. Seine Filme überwinden häufige nationale Grenzen, um sozialem Wandel im globalen Kontext unter die Lupe zu nehmen. Mit A NORMAL LIFE gewann er den Preis für den Besten Dokumentarfilm beim Tribeca Film Festival. Darin folgen er und Ko-Regisseurin Chai Vasarhelyi einer Gruppe Freunde drei Jahre lang im Kosovo bei dem Versuch ihr Land wieder aufzubauen.

FILMOGRAFIE
Osvalde Lewat
Beyond the Sentence (2002), Black Business (2008), Sderot, Last Exit (2012), Land Rush (2012)

Hugo Berkeley
A Normal Life (2003), Land Rush (2012)

DREHBUCH:    PRODUZENT_IN: Eli Cane, Hugo Berkeley   KAMERA: Crystel Fournier   SCHNITT: Lizi Gelber   MUSIK:    MIT:

WEBSITE

PRODUKTION: Normal Life Pictures, Steps International   WELTVERTRIEB: Steps International   DEUTSCHER VERLEIH: