House of My Fathers

Mouna Kaandam / Nomiyana Mathakaya

REGIE: Suba Sivakumaran   LAND: Sri Lanka   JAHR: 2018   SPRACHE(N): Tamilisch, Singhalesisch   UNTERTITEL: Deutsch, Englisch   LĂ„NGE: 95 min  

VORSTELLUNGEN

Donnerstag, 03.10., 21.15 Uhr, kommkino
Samstag, 05.10., 17.00 Uhr, kommkino, in Anwesenheit von Pradeepa (Darstellerin)

SEKTION: Internationaler Wettbewerb

In diesem bildgewaltigen Spielfilm aus Sri Lanka sind ein tamilisches und ein singhalesisches Dorf seit Jahrzehnten verfeindet. Als in beiden Dörfern keine Kinder mehr geboren werden, erinnern sich die Bewohner*innen an eine Weissagung, derzufolge beide Gemeinden je eine Person abstellen müssen, um gemeinsam den mystischen Wald der Toten aufzusuchen. Ein singhalesischer Ex-Rebell und eine tamilische Frau, die Mann und Sohn im Bürgerkrieg verlor. werden ausgeschickt und müssen sich im Zauberwald ihren Ängsten und Schuldgefühlen stellen.
In ihrem Langfilmdebüt erschafft Regisseurin Suba Sivakumaran eine faszinierend dichte Allegorie auf den Krieg. Erstaunlich selbstbewusst paart die Autodidaktin dabei klaustrophobisch-intensive Bilder im 4:3-Format mit einem dichten Soundmix und einem exzellenten Filmschnitt. In dieser Geschichte ist kein Platz für exotisch-touristische Breitwandaufnahmen des Dschungels. Stattdessen dominieren ganz im Stil des magischen Realismus großartige Bilder innerer Zustände, die Seite an Seite mit der objektiven Wirklichkeit stehen, um Traumata und die Auswirkungen von Gewalt und Krieg darzustellen.

SUBA SIVAKUMARAN

Suba Sivakumaran wurde in Jaffna, Sri Lanka, geboren und hat sich das Regie führen selbst beigebracht. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaft war Sivakumaran acht Jahre bei den Vereinten Nationen tätig, bevor sie eine Stelle bei einer Privat-Firma antrat, die internationale humanitäre Hilfe und Armutsbekämpfung betreibt. Bevor sie mit House of My Fathers ihr Langfilmdebüt vorlegte, führte sie schon bei zwei Kurzfilmen Regie: Der erste, I Too Have a Name, nahm 2012 am Wettbewerb auf der Berlinale teil. Der zweite, L'oiseau bleu, wurde 2018 als Teil der Anthologie Tunisia Factory bei der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes gezeigt.

FILMOGRAFIE

I Too Have a Name (2012), L’oiseau bleu (2018), House of My Fathers (2018)

DREHBUCH: Suba Sivakumaran   PRODUZENT_IN: Suba Sivakumaran   KAMERA: Kalinga Deshapriya   SCHNITT: Nse Asuquo   MUSIK: Forest Christenson   MIT: Bimal Jayakodi, Pradeepa , Steve De La Zilwa, Dharshen Dharmaraj, Dasun Pathirana

WEBSITE
https://www.chineseshadows.com/house-of-my-fathers

PRODUKTION: Palmyrah Talkies   WELTVERTRIEB: Ya Li, Asian Shadows   DEUTSCHER VERLEIH: