Eldorado XXI

Eldorado XXI

REGIE: Salomé Lamas   LAND: Portugal, Frankreich   JAHR: 2016   SPRACHE(N): Spanisch, Quechua, Aymara   UNTERTITEL: Englisch   LÄNGE: 125 min  

VORSTELLUNGEN

Samstag, 30.09., 21.00 Uhr, kinoeins
Mittwoch, 04.10., 16.45 Uhr, kinoeins

SEKTION: Internationales Forum

„Die Panoramaaufnahmen sind atemberaubend. Eine majestätische winterliche Berglandschaft. Flache Blechhütten, die sich aneinander ducken. Frauen, die am Steilhang mit primitivem Werkzeug Geröll zerschlagen.
La Rinconada liegt auf über 5.000 Metern Höhe in den peruanischen Anden am Rande einer Goldmine. Das Eldorado des 21. Jahrhunderts ist ein unwirtlicher Ort, wo unzählige Menschen in der Hoffnung auf Gold und ein besseres Leben unter prekärsten Bedingungen arbeiten und hausen.
Um die Extreme der Situation und die Dimensionen des Elends zu vermitteln, ohne sie in ihrer Drastik auszustellen, konstruiert Salomé Lamas ein filmisches Diptychon. Während in einer mit fixer Kamera gedrehten Einstellung von einer Stunde Dauer ein unaufhörlicher Strom von Minenarbeiter*innen bei Tag und Nacht einen von Müll gesäumten Pfad hinauf- bzw. hinabsteigt, erzählen andere aus dem Off von Kälte, Hunger, Armut, Gefahren für Leib und Leben, Gräueln und Gesetzlosigkeit. Dem werden im zweiten Teil eindringliche Beobachtungen von so etwas wie Alltag und Normalität an die Seite gestellt: Geplauder beim Koka-Kauen, Rituale und Feste mit Musik und Tanz. Das Gespenstische der Szenerie tritt so erst recht zutage.“ (Berlinale 2016 Forum)

SALOMé LAMAS
Salomé Lamas wurde 1987 in Lissabon, Portugal geboren. Sie studierte Regie und Schnitt an der Escola Superior de Teatro e Cinema (ESTC) in Lissabon sowie an der Prager Filmhochschule FAMU. Darüber hinaus absolvierte sie ein Kunststudium am Sandberg Institute.

FILMOGRAFIE
Jotta: My Maladresse Is a Way of Delicatesse (2009), No Man's Land (2013), Eldorado XXI (2016)

DREHBUCH: Salomé Lamas   PRODUZENT_IN: Luis Urbano, Sandro Aguilar, Thomas Ordonneau   KAMERA: Luis Armando Arteaga   SCHNITT: Telmo Churro   MUSIK: João Lobo, Norberto Lobo   MIT:

WEBSITE
http://www.osomeafuria.com

PRODUKTION: O Som e a Fúria, Shellac Sud, Tambo Films   WELTVERTRIEB: Fabienne Martinot   DEUTSCHER VERLEIH: