Die Preisträger 2019

Der brasilianisch-kolumbianische Spielfilm THE SILENCES gewinnt den Internationalen Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte 2019.
Voller Poesie und mit wunderbaren Bildern erzählt Regisseurin Beatriz Seigner von den Wunden des kolumbianischen Bürgerkriegs, von der Trauer der Hinterbliebenen und der Solidarität der indigenen Gemeinschaften.
In THE SILENCES flieht eine Mutter mit ihren zwei Kindern vor den bewaffneten Konflikten in Kolumbien auf eine brasilianische Insel mitten im Amazonas. Hier finden sie Unterschlupf und Unterstützung. Doch nach und nach wird klar, dass der Schein trügt und nichts in Ordnung ist.
Spätestens als ihr Mann, der von den Paramilitärs ermordet wurde, wieder auftaucht, lösen sich im Niemandsland zwischen Kolumbien und Brasilien die Grenzen zwischen Diesseits und Jenseits auf.
„Die Regisseurin hatte uns fest in ihrer Hand, vom ersten Moment des Films bis zur letzten Einstellung“, so die Begründung der internationalen Jury. „Sie schuf ein hervorragendes Portrait universeller Trauer, in dem sowohl die Stimmen der indigenen Bevölkerung wiederhergestellt werden als auch die einzigartige Landschaft, in der sie leben.“
Der Internationale Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte ist mit 2.500 Euro dotiert und wurde von der Internationalen Jury des Festivals vergeben, die 2019 aus Pamela Cohn (USA), Stefanie Görtz (Deutschland) und Kirijana Nikoloska (Nordmazedonien) bestand.

Pamela Cohn und Stefanie Görtz von der Internationalen Jury mit Festivalleiterin Andrea Kuhn, die den Hauptpreis stellvertretend für Regisseurin Beatriz Seigner entgegen nahm.

Pamela Cohn und Stefanie Görtz von der Internationalen Jury mit Festivalleiterin Andrea Kuhn, die den Hauptpreis stellvertretend für Regisseurin Beatriz Seigner entgegen nahm.

Der mit 1.000 Euro dotierte Publikumspreis des Festivals geht an den afghanischen Dokumentarfilm A THOUSAND GIRLS LIKE ME der Regisseurin Sahra Mani. Sie begleitet die erste Frau in Afghanistan, die sich vor Gericht gegen Inzest zur Wehr gesetzt hat.

Publikumspreisträgerin Sahra Mani (A THOUSAND GIRLS LIKE ME)

Der ebenfalls mit 1.000 Euro dotierte Preis der Open Eyes-Jugendjury geht an den Film PUSH – FÜR DAS GRUNDRECHT AUF WOHNEN des Regisseurs Fredrik Gertten. Unsere Open Eyes-Jugendjury waren 2019 Anastasia Braun, Sarah De Souza Rausche, Nele Ettlinger, Lina Kestler und Milla Meyer. Das Preisgeld wurde von STABILO International gestiftet.

Die Open Eyes-Jugendjury mit Horst Brinkmann, CEO von Stabilo International

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner*innen und ein großes Dankeschön an unsere Juries!